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Volkskrankheit Divertikulitis – Wann kommt der Chirurg ins Spiel?

06.11.2019 - 15.00 Uhr, im Seminarraum im Untergeschoss des Krankenhauses

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmschleimhaut, bevorzugt am Dickdarm, die häufig und mit zunehmender Tendenz auch bei immer jüngeren Menschen auftreten. Sie sind an sich nicht behandlungsbedürftig. Rund 70 Prozent aller Divertikel-Betroffenen bleiben ihr Leben lang ohne jegliche Beschwerden.

Entzünden sich die Divertikel jedoch, spricht man von einer Divertikulitis. Diese kann schwere Folgen haben und mitunter eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen. Je nach Krankheitsausprägung variiert die Therapie von medikamentöser Behandlung bis hin zur operativen Entfernung des kranken Darmanteils. Bei schweren Verläufen mit Perforation, Abszessbildung, Bauchfellentzündung oder Verengungen des Darms ist eine Operation unumgänglich. Ob und wann operiert werden sollte, entscheiden Chirurg, Internist und Radiologe in enger Zusammenarbeit.

Dr. Hendrik W. Keller, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie erklärt in seinem Vortrag, wem und in welchen Fällen zu einem chirurgischen Eingriff geraten werden kann bzw. sollte und wie betroffene Patienten davon profitieren. Zugleich gibt er einen Überblick über Diagnose- und Operationsverfahren und die stadiengerechte Therapie der Divertikulitis.

 

Referent:

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Dr. med. Henrdik W. Keller

Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie