Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Behandlungsschwerpunkte

Wir behandeln das gesamte Spektrum an Fehlbildungen und Schädigungen des Fußes und Sprunggelenks.

Fehl- und Überbelastung, Verletzungen, Verschleißerscheinungen und andere Grunderkrankungen können zu ausgeprägten Schädigungen und Fehlbildungen führen. Werden diese vernachlässigt, kann es zu folgenschweren Erkrankungen oder Behinderungen kommen. Am bekanntesten ist der Hallux valgus sowie die Arthrose des Grundgelenks der Großzehe (Hallux rigidus).

Gelenkschleimhautentzündungen

Eine Gelenkschleimhautentzündung, die sogenannte Synovitis, lässt sich in zwei Formen einteilen: die akute und die chronische Entzündung. In beiden Fällen ist die Schleimhaut, welche innen die Gelenke, Sehnenscheiden und Schleimbeutel auskleidet, entzündet und verursacht starke Schmerzen. Diese treten oftmals nach körperlicher Belastung in Begleitung mit Rötung und Schwellung der betroffenen Region auf. Die akute Synovitis kann in vielen Fällen durch Kühlung, Ruhe und schmerzstillende wie auch entzündungshemmende Medikamente behoben werden. Leidet der Patient jedoch an einer chronischen Entzündung ist in den meisten Fällen eine Operation erforderlich. Bei einem dauerhaften Entzündungsprozess bilden sich Auswucherungen der Schleimhaut innerhalb der Gelenkskapsel und verursachen Beschwerden bis hin zur Zerstörung des Gelenkknorpels oder sogar des Knochens. Die Auswucherungen entfernen wir in Form eines arthroskopischen Eingriffs.

Hammerzehen (Krallenartige Beugung der Zehe)

Hammerzehen kennzeichnen sich durch eine Verschiebung oder sogar Versteifung des Mittelgelenks, seltener des Endgelenks der Zehen. Sichtbar ist die Verformung des Zehs oder der Zehen. Bei Hammerzehen ist das Mittelgelenk so stark nach oben gebeugt, dass das Endglied wie ein Hammer geformt zum Boden zeigt. Das führt zu einer krallenartigen Beugung des Zehs. Meistens gehen Fehlstellungen der Zehen mit Spreiz- oder Hohlfüßen einher. Ursächlich kann aber auch das langjährige Tragen von zu hohen und schmalen Schuhen sein. Ob Hammerzehen Beschwerden verursachen, ist sehr unterschiedlich: Geringe Ausprägungen der Zehfehlstellung können bereits massive Schmerzen verursachen, wohingegen stark verformte Zehen kaum Symptome hervorrufen können. Eins gilt jedoch: Wenn Hammerzehen dauerhafte Schmerzen verursachen, ist in der Regel eine Operation unumgänglich, um Beschwerdefreiheit zu erlangen. Unser Fußchirurg entscheidet mit dem Patienten über die Art des Eingriffs. Da es unterschiedliche Verfahren gibt, hängt die jeweilige Methode von der individuellen Ausprägung der Zehenfehlstellung ab. Das Ziel ist jedoch stets dasselbe: Die Fehlstellung wird korrigiert und die bestehende Versteifung aufgehoben. Dabei soll die Sehnenspannung gelockert werden. Selten müssen wir dafür einen Teil des Zehknochens entfernen, was jedoch keinen negativen Einfluss auf die spätere Funktionalität hat. Der operative Eingriff erfolgt arthroskopisch.

Hallux rigidus (Großzeharthrose)

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im großen Zeh? Dann kann eine Arthrose im Grundgelenk, ein Hallux rigidus die Ursache sein. Schreitet die Arthrose, also der Verschleiß des Gelenks, weiter voran, können sich kleine Teile des Gelenks lösen, die zu einer Gelenkblockade führen. Das Resultat: Der große Zeh versteift und ermöglicht weder eine Bewegung nach oben noch nach unten. Nicht selten kommt es im Zuge eines Hallux rigidus zu einer Synovitis, einer Gelenkschleimhautentzündung. Konservative Methoden reichen in vielen Fällen nicht aus. Eine Operation ist dann die einzige Maßnahme, um dauerhaft beschwerdefrei zu sein. Mit Rücksichtnahme auf das Alter des Patienten und des Schweregrades der Arthrose setzen wir unterschiedliche Operationsverfahren ein. Ist es beispielsweise das Ziel, den Hallux rigidus zu hindern, weiter fortzuschreiten, kommt eine Osteotomie zum Einsatz. Dabei wird der Mittelfußknochen verkürzt und der Großzeh weiter nach unten ausgerichtet, was das Gelenk entlastet. Neben diesem und weiteren arthroskopischen Eingriffen, versorgen wir weit fortgeschrittene verschlissene Grundgelenke auch endoprothetisch.

Hallux valgus (Fehlstellung der Großzehe)

Der Hallux valgus, eine Fehlstellung des Großzehengrundgelenks, zeichnet sich durch eine Schieflage des großen Zehs ab. Der erste Mittelfußknochen neigt mit seinem Köpfchen zum inneren Fußrand, was zur Folge hat, dass der große Zeh nach außen abknickt und im oberen Teil zu den anderen Zehen des Fußes zeigt. Häufige Symptome der Fehlstellung sind die Rötung und Vergrößerung des Ballens, das Abknicken der Großzehe uns die Einschränkung der Beweglichkeit des großen Zehs bis hin zur Versteifung. Auch Schmerzen können hinzukommen.
Der Hallux rigidus ist eine häufige Folgeerkrankung des Hallux valgus, da die Entzündung des Großzehenballens zu einer Gelenkarthrose führen kann. Sind konservative Maßnahmen ausgeschöpft, wie beispielsweise die Physiotherapie, kann unser Fußspezialist die Schieflage des Großzehs bei einem Hallux valgus operativ wieder begradigen und dadurch die Spannung der Sehnen und Muskeln wieder normalisieren.

Krallenzehen (Verrenkung des Zehengrundgelenks)

Bei Krallenzehen ist das Grundgelenk des Zehs stark überstreckt, während es zu einer Beugung im Mittel- und Endgelenk kommt. Die Spitze des Zehs hat dadurch keinen Kontakt mehr zum Boden. Des Weiteren gelten alle Informationen wie beim Hammerzeh beschrieben.

Plantaren fasciitis (Fersensporn)

Ursprung eines Fersensporns ist die dauerhafte Entzündung der sogenannten Plantarfaszie, einer Sehne, die von der Ferse bis zu den Zehen verläuft. Kann die Entzündung ungehindert fortschreiten, beginnt der Körper Kalk als Schutzmaßnahme zu produzieren und in der betroffenen Stelle einzulagern. Dieser kalk ist der eigentliche Fersensporn. Schmerzen entstehen jedoch nicht durch die Kalkablagerung, sondern durch die Entzündung der Sehne. Reagiert der Betroffene zügig auf die Symptome und entlastet den Fuß durch maßgeschneiderte Einlagen und physiotherapeutische Maßnahmen, hat er eine gute Chance, dass die Entzündung nach kurzer Zeit wieder ausheilt. Falls der entzündete Bereich jedoch fortwährend weiter beansprucht wird, kann eine Operation erforderlich werden. Hierbei verfahren wir, je nach Ausprägung und Anamnese des Patienten, unterschiedlich. Entweder lösen wir die Sehne, um die Spannung zu mindern oder entfernen das kalkhaltige Gewebe. Wenn erforderlich kombinieren wir die zwei Eingriffe miteinander. Die Operation erfolgt arthroskopisch.

Sportverletzungen

Einmal falsch aufgekommen beim Tennis, ein Foul beim Fußball mit Tritt gegen den Fuß oder umgeknickt beim Volleyball – all das sind alltägliche Vorkommnisse im Sport. Oft sind es nur leichte Verletzungen, die durch Schonung des betroffenen Bereichs von alleine wieder ausheilen. Gerade bei sportlichen Aktivitäten wirken jedoch so starke Kräfte auf Knochen, Sehnen, Muskeln und Knorpel ein, dass die Verletzungen so vielfältig wie nachhaltig sein können. Klassische Knochenbrüche behandeln wir in unserer Unfallchirurgie. Den noch filigraneren Teilen des Fußes widmet dich unser Fußspezialist. Im Einzelnen sind das Sehnenverletzungen aller Art, Knorpelschädigungen, Einklemmungen und Bandinstabilität im oberen Sprunggelenk wie jede andere Verletzungen der Fuß- und Sprunggelenke, die durch Überlastung auftreten kann, beispielsweise ein Fersensporn. In den meisten Fällen können wir durch einen arthroskopischen Eingriff die Schädigung beseitigen. Bei schwerwiegenden Zerstörungen von Knorpel- oder Gelenkteilen können endoprothetische Maßnahmen erforderlich werden.