Schulter- und Ellenbogenchirurgie

Leistungsspektrum

In unserer Klinik bieten wir eine umfassende operative Versorgung aller Verletzungen, Frakturen und Erkrankungen des Schulter- und Ellenbogengelenkes an.

Jährlich führen wir rund 1000 arthroskopische sowie gut 100 Schultergelenkersatz-Operationen durch. Unsere Patienten profitieren von unserer langjährigen spezialisierten klinischen Kompetenz und dem Einsatz modernster Techniken.

Schulter- und Ellenbogen-Arthroskopie

Bei langanhaltenden Beschwerden oder verletzungsbedingten Schäden im Schulter- oder Ellenbogengelenk kann eine Spiegelung (Arthroskopie) des Gelenks sinnvoll sein. Hierbei lassen sich geschädigte Strukturen direkt einsehen und bei Bedarf noch in der gleichen Sitzung entsprechend behandeln.

Für die Arthroskopie werden lediglich zwei bis drei kleine Schnitte von weniger als einem halben Zentimeter Länge benötigt. Über einen dieser Zugänge wird eine kleine Stabkamera in das Gelenk eingeführt, die das Bild aus dem Gelenk auf einen Monitor überträgt. Die anderen Schnitte dienen dem Zugang für die benötigten chirurgischen Instrumente. Die Arthroskopie wird in Vollnarkose durchgeführt.

Aufgrund der umfangreichen Erfahrungen konnten wir die Operationszeiten bei Schulterarthroskopien bei anhaltend hoher Behandlungsqualität deutlich reduzieren. Je nach Befund dauert ein arthroskopischer Eingriff hier zwischen 15 und 40 Minuten.

Durch das schonende Verfahren erholt sich der Patient rascher und das Gelenk ist schneller wieder belastbar. Längere Krankenhausaufenthalte, können meistens vermieden werden. Viele Operationen sind ambulant durchführbar.

Die Genesungszeit hängt von der Dauer und dem Umfang der Operation ab. Nach den meisten Eingriffen kann der Arm sofort wieder bewegt werden. Die Belastung sollte jedoch schrittweise aufgebaut werden. Nach einigen Operationen (z.B. Wiederherstellung der Bänder oder Sehnen sowie Operationen bei Ausrenkung des Gelenks) muss der Arm jedoch für einige Zeit ruhig gestellt werden. 

Einsatzgebiete der Arthroskopie:

Schultergelenk
  • Impingementsyndrom
  • Kalkschulter
  • Schultersteife
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Muskel- und Sehnenverletzungen
  • Frakturen und Ausrenkungen
Ellenbogengelenk
  • Freie Gelenkkörper
  • Verklebungen mit Gelenksteife z.B. nach Frakturen
  • Degenerativen Veränderungen
  • Schleimbeutelentzündung

Endoprothetik des Schultergelenks

Eine Schulterprothese ersetzt die verschlissenen Schultergelenkflächen am Oberarmkopf (Humeruskopf) und gegebenenfalls auch an der Schulterpfanne (Glenoid). Je nach Art und Grad der Zerstörung des Gelenks und je nachdem, inwieweit die stabilisierende Muskulatur ebenfalls geschädigt ist, stehen verschiedene moderne Prothesen-Typen und Materialien zur Auswahl:

  • Hemiprothese
  • Kappenprothese (Cup-Prothese)
  • Stiel- bzw. Schaftprothese
  • Schulter-Totalendoprothese (Schulter-TEP)
  • Inverse Schulterprothese

Winkel- und Größenverhältnisse des Gelenks können so patientenindividuell wieder hergestellt werden.

Für die Oberarmkopfprothesen verwenden wir meist besonders körperverträgliche Metalllegierungen (Titan- oder Chrom-Kobalt-Legierungen) oder gegebenenfalls Keramik. Der endoprothetische Ersatz der Schulterpfanne besteht dagegen normalerweise aus einem speziellen, sehr harten Kunststoff, manchmal auch aus Keramik oder Metall. Schaftprothesen können je nach Knochenqualität, zementfrei und zementiert im Knochen befestigt werden.

Die Lebensdauer der Schulterprothesen liegt abhängig vom Modell und Grad der Gelenkschädigung bei durchschnittlich 10 Jahren und länger.

Nachsorge und Physiotherapie

Besonderen Wert legen wir auf eine individuelle Betreuung unserer Patienten, auch während des stationären Aufenthaltes.

Da die Nachbehandlung eine wesentliche Rolle bei der Genesung spielt, werden die Physiotherapeuten unseres hausinternen Gesundheitszentrums NetteVital sowie der Sozialdienst bereits von Anfang an in den Behandlungsprozess einbezogen.