Diabetologie

Behandlungsschwerpunkte

Blutzuckerschwankungen oder –entgleisungen, Folgeschädigungen der Zuckerkrankheit wie Herz-Kreislauferkrankungen oder das diabetische Fußsyndrom – darum kümmern sich unsere Experten vollumfänglich, damit unsere Diabetespatienten bestmöglich mit ihrer Erkrankung leben können.

Diabetes mellitus

Unabhängig an welcher Art des Diabetes der Patient leidet, immer liegt eine nicht ausreichende oder gar keine Produktion von Insulin zugrunde. Die Folge ist: Der Körper kann den Blutzuckerwert nicht mehr selbständig auf einem gesunden Niveau halten. Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 sind die häufigsten und relevantesten Formen der Zuckerkrankheit. Gemein ist ihnen, dass beide Formen unheilbar sind. Bei guter Therapie der Erkrankung ist es Betroffenen jedoch oftmals möglich ohne große Einschränkungen und Verlust von Lebensqualität zu leben.

Diabetes mellitus Typ 1

Beim Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der die Zellen zerstört werden, die normalerweise für die Insulinproduktion zuständig sind. Die Folge ist ein zu hoher Blutzuckerwert, der nur mit zusätzlicher täglicher Gabe von Insulin zu regulieren ist.

Erste typische Symptome eines Diabetes mellitus Typ 1 sind verstärktes Durstgefühl, häufiger Harndrang sowie Abgeschlagenheit und Mundtrockenheit. Typ 1 der Zuckerkrankheit ist die seltenere Form und tritt durchschnittlich in einem von zehn Krankheitsfällen auf. Zudem bildet sich dieser Diabetes oftmals schon im Kindes- und Jugendalter.

Diabetes mellitus Typ 2

Der Typ 2 Diabetes tritt weitaus häufiger auf als Typ 1: neun von zehn Zuckerkranken sind von dieser Form betroffen. Zugrunde liegt eine sogenannte Insulinresistenz, das heißt, der Körper reagiert deutlich unempfindlicher auf Insulin als er sollte. Gleichzeitig setzt die Produktion von Insulin langsamer ein als bei gesunden Menschen. Ursächlich für den Typ 2 Diabetes können Übergewicht und eine erbliche Veranlagung sein. Die Therapie ist abhängig von der Ausprägung der Erkrankung. Manche Patienten halten die Blutzuckerwerte alleinig durch eine gesunde ausgewogene Lebensweise in Schach, andere sind auf Tabletten oder das Spritzen von Insulin angewiesen. In jedem Fall ist eine Abklärung und regelmäßige Kontrolle erforderlich.
Der Diabetes Typ 2 entwickelt sich oft erst in fortgeschrittenem Alter.

Diabetisches Fußsyndrom

Das diabetische Fußsyndrom gehört zu den gravierenden Folgeschäden bei Erkrankungen mit Diabetes Mellitus. Jeder zehnte Diabetiker ist betroffen. Oftmals beginnt die chronische Erkrankung mit harmlosen und kleinen Verletzungen am Fuß. Unbehandelt können sich schwerwiegende und tiefe Geschwüre im Bereich der Füße bis auf den Knochen reichend ausbreiten. Auch Fehlstellungen sind häufige Folgeerscheinungen.

Wir sind von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) als Fußbehandlungseinrichtung anerkannt und zertifiziert – sowohl im ambulanten wie auch stationären Bereich und gewährleisten mit unserem erfahrenen Team die optimale Versorgung von Patienten, die unter dem diabetischen Fußsyndrom leiden.
Mit Überweisung des niedergelassenen Diabetologen oder Chirurgen können sich Diabetespatienten mit Fußwunden und Symptomen wie Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen in unserer Diabetologischen Fußsprechstunde vorstellen.

Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus

Zu den Folgeerkrankungen zählen insbesondere Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt und Schlaganfall). Diese behandeln wir in unserer Kardiologie in enger Abstimmung mit unserem Diabetologen. Des Weiteren gehören Nierenschädigungen, Sehstörungen und Durchblutungsstörungen sowie Nervenschädigungen der Beine und Füße zu häufigen Folgen der Zuckerkrankheit. Das „Diabetische Fußsyndrom“ (DFS) ist ebenfalls eine mögliche Folgeerkrankung. Rund ein Viertel aller Diabetespatienten erkrankt im Laufe seines Lebens daran. Diabetischen Füßen widmet sich ein interdisziplinäres Team in unserer zertifizierten Diabetologischen Fußbehandlungseinrichtung.

Schwer einstellbarer Diabetes

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf Patienten mit schwer einstellbarem Diabetes. Hierzu zählen Zuckerkranke mit einem dauerhaft hohen Blutzucker genau wie Betroffene mit stark schwankenden Blutzuckerwerten. Auch die Neigung zu Unterzuckerungen ruft Komplikationen im Umgang mit der richtigen Einstellung des Diabetes hervor. Hier kommt es darauf an, dass der Patient grundlegend eingestellt wird und den eigenverantwortlichen Umgang mit der Insulintherapie wie auch der tablettenpflichtigen Behandlung von Grund auf erlernt. Das Wissen und weitere fundierte Hilfestellungen mit dem Leben als Zuckerkranker erlangt der Patient durch unsere Diabetesberatung.