Hüftchirurgie

Leistungsspektrum

Nach eingehender Beratung legen wir den Behandlungsweg für jeden unserer Patienten individuell fest.

Das Krankheitsbild bzw. der Verletzungsgrad sowie Gesundheitszustand und Aktivitätsniveau des Patienten spielen dabei eine wichtige Rolle. Geleitet von dem Prinzip „Gesundes erhalten – Erkranktes versorgen“ wählen wir möglichst schonende Operationsverfahren und optimal angepasste Implantate aus.

Endoprothetik

Die sorgfältige Auswahl des Implantats und der Befestigung bildet die wichtigste Basis für einen erfolgreichen endoprothetischen Hüftgelenkersatz. Wir verwenden modernste Werkstoffe (Titan, Keramik, spezielle Metalllegierungen und Kunststoffe) und Prothesenformen. Das Spektrum reicht von teilprothetischen, modularen Lösungen, über die klassische Total-Hüftendoprothese bis hin zum Prothesenaustausch.

Besonders knochensparende Endoprothesen wie der Oberflächenersatz oder die Kurzschaftprothese eignen sich speziell für junge, aktive Patienten, bei denen noch mit Wechseloperationen gerechnet werden muss.

Wann immer möglich bevorzugen wir eine zementfreie Befestigung der gewählten Prothese. Dabei wird der Knochen passgenau modelliert, so dass das Implantat „pressfit“ und ohne zusätzlichen Knochenzement eingesetzt werden kann. Bei anatomisch stark deformierten Gelenken besteht zudem die Möglichkeit, die Gelenkpfanne mit körpereigenem Knochen oder durch verschraubbare metallische Stützschalen zu rekonstruieren. Die teilzementierte oder zementierte Befestigung findet vorwiegend bei sehr alten Menschen oder bei eingeschränkter Knochenqualität Anwendung.

Bei jährlich rund 120 Hüftgelenkersatzoperationen richten wir uns streng nach den Qualitätskriterien im Rahmen unser Zertifizierung zum EndoProthesenZentrum und der Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD).

Punktion

Bei einer Punktion des Hüftgelenks führt der Arzt eine Nadel in die Gelenkhöhle ein, um hierüber Gelenkflüssigkeit abzusaugen. Sie dient der Diagnostik bei Verdacht auf eine Infektion, findet aber auch therapeutisch Anwendung, beispielsweise zur Entlastung des Gelenks bei einem Erguss. Die Punktion erfolgt in der Regel ambulant.

Minimal-invasive Hüftchirurgie

Wann immer möglich setzen wir auch bei der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks weichteilschonende minimal-invasive Techniken ein. Hierbei erfolgt der Operationszugang lediglich über kleine Hautschnitte und nutzt ansonsten eine physiologische Muskellücke. Im Gegensatz zu herkömmlichen Operationsverfahren bleiben Sehnen und Muskeln somit erhalten und unberührt. Der Patient ist dadurch in der Lage, bereits am ersten Tag nach der Operation mit allen rehabilitativen und physiotherapeutischen Maßnahmen zu beginnen, was wiederum die Heilung beschleunigt. Auch das Infektionsrisiko der Prothese ist bei minimal-invasivem Zugang geringer als bei offenen Operationstechniken.

Nachsorge und Physiotherapie

Besonderen Wert legen wir auf eine individuelle Betreuung unserer Patienten, auch während des stationären Aufenthaltes. Da die Nachbehandlung eine wesentliche Rolle bei der Genesung spielt, werden die Physiotherapeuten unseres hausinternen Gesundheitszentrums NetteVital sowie der Sozialdienst bereits von Anfang an in den Behandlungsprozess einbezogen.