Neubau geht in Betrieb

Nach rund drei Jahren Bauzeit ist es soweit: Das Großprojekt „T-Flügel“ ist so gut wie abgeschlossen und geht sektionsweise in Betrieb. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Norbert Peffer, Betriebs- und Pflegedienstleiter unseres Hauses mit Blick auf den modernen Anbau. „Zu sehen, dass sich die Räume jetzt mit Leben füllen und zu wissen, dass wir für Patienten, Mitarbeiter und Partner sehr gute Bedingungen schaffen konnten, ist die Belohnung für die Geduld und die Arbeit der letzten Jahre.“

Den Startschuss machte Anfang Februar die MRT-Praxis des Kooperationspartners MVZ Radiologie-Netzwerk Viersen im Erdgeschoss des neuen T-Flügels.

Gestern folgten unsere Mitarbeiter und nahmen auf der neuen Wahlleistungsstation ihren Dienst in der dritten Etage auf. Die Wahlleistungsstation wurde im Rahmen des Neubaus erweitert und um 20 Patientenbetten aufgestockt, die sich in vier 1-Bett-Zimmer und acht 2-Bett-Zimmer verteilen. Insgesamt stehen den Privatpatienten auf der dritten Etage jetzt 34 Zimmer zur Verfügung.

„Wohlfühlen und gesund werden“ lautet die Devise. So zeigen sich die teilweise klimatisierten Zimmer in Holzoptik in stilvoller und moderner Ausstattung, verlieren durch die Liebe zum Detail aber nicht das gemütliche Ambiente. Dafür sorgen beispielsweise Heimatfotos von Krankenhausmitarbeitern, die sich auf der ganzen Etage ausbreiten. „Uns war es wichtig, dass wir unseren Patienten Komfort und Service auf sehr hohem Niveau bieten können, aber gleichzeitig unserem familiären Charakter des Hauses treu bleiben“, sagt Peffer.

Neben vielen Extras auf dem Zimmer und im Service können Patienten die neue Lounge auf Station jederzeit nutzen, um eine persönliche  Entspannungszeit bei Kaffeespezialitäten, Tee und Snacks zu genießen. Nach Coronazeiten ist das auch mit Besuchern möglich.

„Gerade jetzt bietet die Inbetriebnahme der Wahlleistungsstation noch einen weiteren Vorteil“, so der Betriebsleiter. „Durch die zwanzig neuen Betten können wir bei Bedarf in der Pandemiezeit unsere Isolationsstation entlasten, sofern es doch mal zu räumlichen Engpässen kommt“. Das sei bis dato jedoch zum Glück nicht der Fall gewesen. Im Gegenteil, das kurzzeitig an die aktuelle Lage angepasste und reduzierte OP-Programm von geplanten Eingriffen läuft wieder auf Normalbetrieb. Die räumlichen und personellen Ressourcen lassen das wieder zu. Zudem schaffen unsere Hygienekräfte bestmögliche Bedingungen, um ein Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern. „Unsere Hygienestandards waren bereits vor Corona auf überdurchschnittlichem Niveau und wurden von unseren hochqualifizierten Hygienefachkräften im Zuge der Pandemie noch einmal auf Herz und Nieren geprüft und entsprechend erweitert“, bestätigt Geschäftsführer Jörg Schneider.

Mit dem sicheren Gefühl die bestmöglichen Hygienebedingungen zu gewährleisten, blicken die Verantwortlichen zuversichtlich in die kommende Zeit und auf die neuen Perspektiven, die sich für Patienten und das Haus durch den erweiterten Betrieb im neuen T-Flügel bieten.

Im März werden auch die restlichen Bereiche ihre Arbeit aufnehmen. Das Röntgen- und Radiologieteam zieht aus dem Haupthaus in die Räumlichkeiten neben der neuen MRT-Praxis im Erdgeschoss. Die bereits langjährigen Kooperationspartner, MVZ DaVita Viersen GmbH (ansässige Dialysepraxis) und das Psychologische Institut Niederrhein (PIN), füllen zwei weitere Stockwerke. Lediglich die Inbetriebnahme der neuen Küche im Keller hinkt etwas hinterher, da es hier im Zuge der Bodenarbeiten des Rohbaus durch eine mit Beton verstopfte Abwasserleitung zu baulichen Verzögerungen kam. Das Küchenteam darf voraussichtlich im April in den größeren und komfortableren Arbeitsplatz umziehen.

Insgesamt investierte das Nettetaler Krankenhaus für den Anbau rund 15 Millionen.

Mit Jahresbeginn haben Dr. Elisabeth Billen und Frank Ramann ihren Dienst als Oberärztin und Oberarzt in unserem Haus aufgenommen. Beide kennen unser Haus bereits aus vorheriger Tätigkeit als Fachärztin bzw. Assistenzarzt und wissen die kollegiale Atmosphäre in Nettetal zu schätzen. „Ich habe mich schon während meiner ersten Zeit im Nettetaler Haus sehr wohl gefühlt, sowohl im Team der Unfallchirurgie, aber auch in der Zusammenarbeit mit allen anderen Mitarbeitern des Hauses. Da fiel mir die Entscheidung der Rückkehr leicht und ich habe mich alternativlos für die Arbeit in Nettetal entschieden“, sagt Billen über ihren Wiedereinstieg.

Billen unterstützt das Team um Dr. Wilfried Mündges, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie (ZUC). „Wir freuen uns, mit Frau Dr. Billen eine erfahrene Kollegin im Bereich der Unfall- und Handchirurgie wieder willkommen heißen zu dürfen“, so Dr. Mündges über die Rückkehr der Oberärztin in sein Chirurgenteam. Neben den unfallchirurgischen Fällen widmet sich Dr. Billen Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen der Hände und Finger. Das Leistungsspektrum umfasst  Nervenkompressionssyndrome, Sehnenprobleme, Geschwulstbildungen und Arthrosen der Hand- und Fingergelenke.

Die erfahrene Fachärztin für Chirurgie und für Plastische und Ästhetische Chirurgie führt gleichzeitig die Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Patienten können sich freitags zwischen 8.30 Uhr und elf Uhr in der handchirurgischen Sprechstunde vorstellen. Eine Anmeldung unter 02153 125 835 sowie eine Überweisung vom Chirurgen oder Orthopäden ist erforderlich.

Während ihrer bisherigen chirurgischen Laufbahn war die 45-Jährige am St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln und am BG Klinikum Duisburg tätig.

Auch Dr. Peter Leven, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie, freut sich über tatkräftige Unterstützung. Frank Ramann heißt sein neuer Oberarzt, der die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin als Schwerpunkt vorweisen kann und fortan die kardiologischen und pneumologischen Patienten zusammen mit seinem Chef versorgt. Zudem ist Ramann Facharzt für Gastroenterologie und unterstützt zu festen Zeiten in der Woche gleichzeitig den Bereich der Gastroenterologie von Chefarzt Dr. Michael Pauw.

Frank Ramann sammelte zahlreiche Eindrücke im Alexianer Krankenhaus Tönisvorst und Krefeld, nachdem er nach seiner Assistenzzeit von 2002 bis 2009 das Nettetaler Haus erstmal verließ. So war er unter anderem in der Abteilung für Gastroenterologie und Diabetologie in Tönisvorst, sowie in der Klinik für Notfallmedizin in Krefeld tätig. Mit erweitertem Background und wertvollen Erfahrungen im Gepäck ist er jetzt motiviert und voller Überzeugung zu uns zurückgekehrt.

Nach fast zwölf Jahren gibt es jetzt einen Wechsel an der Spitze von NetteVital. Anke Salzmann übernimmt die Betriebsleitung und steuert zukünftig die Prozesse des Gesundheitszentrums des Städtischen Krankenhauses Nettetal.

„Wir freuen uns, mit Frau Salzmann eine vielfach qualifizierte und engagierte Kandidatin gefunden zu haben“, bestätigt Jörg Schneider, Geschäftsführer von Krankenhaus und NetteVital die Auswahl.

Nach acht Jahren in der Praxis Reha Viersen am Allgemeinen Krankenhaus Viersen, kann Salzmann auf vielfältige Tätigkeitsbereiche zurückblicken. Die gelernte Physiotherapeutin und Gymnastiklehrerin hat zusätzlich eine Ausbildung als Motopädin absolviert und in diesem Bereich Patienten mit Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen behandelt.

Salzmann wurde 2017 stellvertretende Leitung der Viersener Physiotherapiepraxis und hat in ihrer Position umfassende Erfahrungen im Bereich der Personalführung machen können.

Darüber hinaus baute sie in den vergangenen Jahren Rehasport– und Wirbelsäulengruppen auf und stärkte die Zusammenarbeit zwischen physiotherapeutischer Arbeit und dem ansässigen Krankenhaus in Viersen.

„Die Kombination ihrer Arbeit am Patienten und der Steuerung von Personal und betrieblichen Abläufen in den vergangenen Jahren haben wir als sehr gute Ausgangslage für die jetzige leitende Aufgabe bei NetteVital bewertet“, bestärkt Schneider die Entscheidung.

Salzmann selbst freut sich auf ihre neue Aufgabe bei NetteVital: „Für mich ist es eine tolle Herausforderung die Betriebsleitung zu übernehmen und mit einem hoch motivierten und qualifizierten Team zu arbeiten.“ Und auch das Team ist begeistert. „Schon direkt zu Beginn haben wir uns mit dem neuen Kopf an der Spitze wohl gefühlt“, sagt Michael Weber, Physiotherapeut des Gesundheitszentrums, stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen, “entweder es passt oder eben nicht und bei Anke Salzmann passt es einfach.“

Geboren wurde die Anfang 50jährige in Wuppertal. Vor acht Jahren hat es sie beruflich zu uns an den Niederrhein verschlagen, wo sie sich sehr wohl fühlt.

Vor acht Jahren bauten wir das erste Darmkrebszentrum im Kreis Viersen auf. Von der ersten Stunde an bildet die fächerübergreifende Zusammenarbeit verschiedener im Krankenhaus ansässiger wie auch externer Bereiche die Basis in der Behandlung von Darmkrebspatienten.

Neues gibt es hinsichtlich der personellen Strukturen. Dr. Michael Pauw, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeinen Innere Medizin, bleibt Leiter des Zentrums, bekam jedoch einen neuen Stellvertreter. Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. Hendrik W. Keller übernimmt die Position und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Behandlung von Darmkrebspatienten. Dr. Jochen Post, Oberarzt mit dem Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie, geht in sein neuntes Jahr als Koordinator des Nettetaler Darmkrebszentrums.

Für betroffene Patienten kann das Darmkrebszentrum eine zügige und individuelle Therapie gewährleisten.
Ursprünglich unabhängig agierende Abteilungen bilden das Gesamtkonzept des Zentrums. „Mit der interdisziplinären Zusammenarbeit und dem Know How aus verschiedensten medizinischen Blickwinkeln können wir die Strukturen und Abläufe sowie die Therapie für alle Tumorpatienten optimieren und noch effizienter machen“, bestätigt Chefarzt Pauw die positiven Erfahrungen der letzten Jahre. Die steigenden Fallzahlen sprechen ebenfalls für das Konzept.

Die optimale Behandlung einer Darmkrebserkrankung erfordert eine gut organisierte Zusammenarbeit aller Behandlungspartner zur Diagnose, Therapie und Nachbehandlung der Krankheit. Auch die Patientenaufklärung, die psychoonkologische Betreuung und die Einbindung des Hausarztes in das Behandlungskonzept sind wichtige Bausteine einer erfolgreichen Behandlung.

Unser Darmkrebszentrum bietet dies in einer Hand mit einem geprüften Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001.

Der Ausbau der onkologischen und chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten, eine wöchentlich stattfindende Tumorkonferenz unter Beteiligung auch externer Fachärzte (Strahlentherapeut, Pathologe, Radiologe, niedergelassener Tumortherapeut etc.), die stetige Weiterentwicklung der Gastroenterologie wie auch die Neugestaltung der Chirurgie mit Bildung einer spezialisierten Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und nicht zuletzt die Errichtung der Palliativstation im Jahr 2007 sind wichtige Bestandteile bei der Versorgung von Darmkrebsbetroffenen.

Entscheidend zur Vorbeugung ist die Darmkrebsvorsorge in Form einer Darmspiegelung. Diese wird bei uns ambulant mit modernster technischer Ausstattung von erfahrenen Gastroenterologen durchgeführt. Warum sie so wichtig ist und wie eine Darmspiegelung für den Patienten im Einzelnen abläuft, erläutert Dr. Jochen Post in einem Vortrag am 4. März um 15 Uhr in den Seminarräumen. Zudem ergänzt Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller den Vortrag mit Einblicken in mögliche Therapieformen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Bei uns hat die zugewandte Pflege der Patienten einen hohen Stellenwert. Pflege-Plus heißt unser hauseigenes Konzept, das dem Patienten eine Extraportion Pflege und Aufmerksamkeit – über das geforderte „ausreichende Maß“ hinaus – zukommen lässt. Individuelle Angebote in Form von Klangschalen- oder Aromatherapie gehören genauso zur Idee wie ein sensibles Delirmanagement, das wirksame und unterstützende Maßnahmen beinhaltet, um Patienten mit temporären Verwirrheitszuständen zu helfen. Die Mitarbeiter des Hauses sind und werden in der Bewegungsförderung Kinästhetik-Plus, ein spezielles und schonendes Bewegungskonzept in der Pflege, fortwährend geschult. Auch das ist Teil der Pflege-Plus, von dem auch die Pflegenden gleichermaßen profitieren. Um eine kontinuierliche Durchführung und Weiterentwicklung dieser Pflegeintensität zu erreichen, steht neben umfangreichen Fortbildungen der Mitarbeiter auch eine Vielzahl an Anschaffungen auf dem Plan. So schaffte das Haus, aber vor allem der Förderverein des Hauses, Mittel an, die dem Patienten zu mehr Wohlbefinden verhelfen. Oftmals sind es bereits kleinere Maßnahmen wie Türstopper oder Dimmlampen, die maßgeblichen Einfluss haben. Patienten der Intensivstation können sich jetzt persönliche Bilder an der Zimmerdecke ansehen, die dank eines Beamers dorthin projiziert werden können. Besonders hilfreich hat sich das sogenannte Ohr erwiesen weiß unsere pflegerische Leitung der Intensivstation Gertrud Bollessen. Ist jemand zu laut schaltet das Ohr sich ein und zeigt den Lautstärkepegel in Form von visuellen Signalen an. „Es hat uns wirklich sensibler im Umgang mit unnötiger Geräuschkulisse gemacht“, bestätigt Bollessen die lohnenswerte Anschaffung, die der Förderverein übernommen hat. Neben Beamer und dem Ohr finanziert der Verein ebenfalls die Aroma- und die Klangschalentherapie und gibt jährlich rund 3000 Euro für die Pflege-Plus aus. Sowohl Patienten als auch Mitarbeiter nehmen die Chance, die sich daraus ergibt, dankend an.

Weitere Informationen zu Maßnahmen und Konzept der Pflege-Plus finden Sie unter https://www.krankenhaus-nettetal.de/pflege-hygiene/pflege-plus/

Auf Station 1a finden Patienten, Besucher und Mitarbeiter jetzt einen geschmückten Flur: 20 Fotografien von Hans-Gerd Lamers, einem regionalen Künstler, zieren fortan die hellgelben Wände. „Kunst soll gesehen werden und nicht in der Schublade liegen bleiben“, so beschreibt der Künstler seine Motivation uns die Bilder zur Verfügung zu stellen. Dankend hat der Förderverein des Hauses das Angebot angenommen und selbst Geld in die Hand genommen, um die Werke auf Aluminiumhalterungen ziehen zu lassen. Rund 1200 Euro investierten die Verantwortlichen des Fördervereins. Und es hat sich gelohnt, denn sowohl Mitarbeiter als auch Patienten und ihre Angehörigen sind begeistert. Alle Motive zeigen Plätze und Momentaufnahmen aus Nettetal, einige auch aus der näheren Umgebung wie Naturspektakel an der Niers. Fast jeder heimische Betrachter erkennt einen oder mehrere Plätze, an denen er bereits einmal verweilte und vielleicht sogar schöne Erinnerungen daran teilt.

Wir heißen unsere ersten Stipendiaten willkommen.

Anna Bartkowiak und Leon Wiseman absolvieren derzeit ihr Studium der Humanmedizin in Düsseldorf bzw. Frankfurt. Beide haben bereits den ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung bestanden und unser Haus schon als Famulanten in Form eines studienbegleitenden Pflichtpraktikums kennen und schätzen gelernt. „So ein familiär geführtes Haus bietet viele Vorteile für angehende Mediziner“, sagt Wiseman. „Ich habe bereits als Famulant viel gelernt, da ich schnell und umfassend in alle Bereiche mit eingebunden wurde.“ Das sei kein Vergleich zu den ihm bekannten Großkliniken, wo er nur einer von vielen war und kaum Beachtung gefunden habe. Die Innere Medizin soll die Disziplin sein, in der er langfristig tätig sein will. So hat Jörg Schneider, Geschäftsführer, ihm die Oberärztin Ina Sattler als Mentorin im Rahmen seines Stipendien-Programms zur Seite gestellt.
Anna Bartkowiak möchte sich im Bereich der Chirurgie spezialisieren. Auch sie hat mit der leitenden Oberärztin Dr. Judith Corvin eine engagierte Mentorin an der Hand.

Während der gesamten Laufzeit des Stipendiums stehen die Oberärztinnen den Stipendiaten mit Rat und Tat zur Seite. Bei einem ersten Kennenlernen wurden schon Pläne geschmiedet, wie sie ihre Schützlinge zukünftig unterstützen können. Einmal pro Quartal wollen sie sich zusammensetzen, um über den Studienfortschritt und Unterstützungsbedarf zu sprechen. Bereits jetzt besteht das Angebot Wiseman bei internen Fortbildungen und rettungsdienstlichen Großübungen mit einzubeziehen sowie ihm Hospitationen in den notfallmedizinischen Bereichen zu vermitteln. Auch Corvin hat Pläne für und mit der Stipendiatin: Neben vertieften Einblicken in die Chirurgie erhält Bartkowiak die Möglichkeit, Einsätze mit dem Rettungswagen zu begleiten wie auch zusätzliche Kenntnisse im Bereich der Anästhesie zu sammeln. „Ich fühle mich im Nettetaler Krankenhaus durch und durch willkommen. Ich werde gefördert und bekomme neues Wissen vermittelt und das alles auf eine sehr wertschätzende Art und Weise. So wünscht man sich das“, sagt Bartkowiak.

Beide erfahrenen Medizinerinnen sehen klare Argumente für eine intensive Lernphase in einem kleineren Haus. So könne man früh selbständig arbeiten und nach individuellen Interessen gefördert werden.
Und so sehen auch die Pläne der Nachwuchskräfte für ihre Zukunft aus: Noch voraussichtlich zwei Jahre bis Studienabschluss und das sogenannte Praktische Jahr geschafft sind, bevor sie bei uns als Assistenzärztin in der Chirurgie und Assistenzarzt der Inneren Medizin starten wollen.

Für beide Seiten gute Aussichten. “Wir haben das Programm ins Leben gerufen, um zum einen den angehenden Medizinern die Studienzeit zu erleichtern, aber vor allem auch mit Blick darauf, gute Ärztinnen und Ärzte für unsere Patienten zu gewinnen“, so Schneider über die Etablierung des Stipendiaten-Programms.

Für das Stipendien-Programm können sich Medizinstudenten bewerben, die das Physikum erfolgreich abgelegt haben und bereit sind, nach erfolgreichem Studienabschluss in einer unserer Fachabteilungen als Assistenzärztin oder Assistenzarzt tätig zu werden. Das Stipendium wird für eine Höchstdauer von 36 Monaten mit einem Höchstsatz von 500 Euro monatlich zum Lebensunterhalt gewährt, um die Durchführung des Medizinstudiums in der Regelstudienzeit zu erleichtern.

Im Rahmen einer Feierstunde ehrte bzw. verabschiedete Geschäftsführer Jörg Schneider verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. Den insgesamt acht Jubilaren und Ruheständlern dankte er für ihr Engagement und die langjährige Verbundenheit mit dem Nettetaler Haus. Dass jedes Jahr so viele treue Mitarbeiter geehrt werden, sieht Schneider als Bestätigung des guten Betriebsklimas. „Unser Leitsatz ‚Einfach gut aufgehoben fühlen’ wird spürbar gelebt und gilt für unsere Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen.“

Im Einzelnen wurden folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt:


25jähriges Dienstjubiläum:

Klaudia Fongern, Verwaltung

 

40jähriges Dienstjubiläum

Maria Kronen, Pflege

Claudia Nyskens, Zentralsterilisation

Rita Peters, NetteVital

 

Verabschiedungen (Ruhestand):

Dr. Michael Blum, Chefarzt der Chirurgie

Ingeborg Konken, Pflege

Gundula Schroers, Pflege

Ursula Toerschen, Pflege

Vor genau zwei Jahren, am 15. November 2017, eröffneten wir mit NetteVital eine Zweigpraxis für Physiotherapie in Brüggen. „Das war genau die richtige Entscheidung!“ Da sind sich Betriebsleiter Klaus Schmitz und Jana Freitag, leitende Physiotherapeutin bei NetteVital Brüggen, einig.

„Ich habe mich über das Vertrauen in mich und die berufliche Chance sehr gefreut“, sagt Freitag. Sie fing 2017 nach nur einem Jahr bei NetteVital am Nettetaler Krankenhaus allein in der Brüggener Praxis an und baute schnell einen Patientenstamm für den neuen Standort auf. Patienten aus Brüggen, Schwalmtal, Niederkrüchten und Umgebung nahmen das Angebot direkt dankend an. Schnell war klar: Freitag braucht Unterstützung. Und so stockten wir die Physiotherapeuten in Brüggen stetig auf, so dass seit November 2019 vier Physiotherapeutinnen und eine Kursleiterin dort für das Wohl der Patienten sorgen.

Inzwischen ist auch der Reha-Sport fester Bestandteil des Brüggener Teams. Sind es momentan neun Kurse, bietet das Damenquintett ab Januar 2020 in Brüggen schon zehn Reha-Sport Kurse an, einer davon findet im Brachter Altenheim statt. Bei Patienten, die nicht mobil sind und dadurch nicht in die Praxis kommen können, machen die Therapeutinnen Hausbesuche – zumindest solange bis eine ausreichende Mobilität wieder hergestellt ist.
„Diese Kombination aus dem bestmöglichen Service und hochqualifizierten Therapieansätzen für unsere Patienten und die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten durch meinen Arbeitgeber, machen meinen Job zu einem Traumjob“, freut sich Freitag über ihren bisherigen beruflichen Weg. So wundert es auch nicht, dass Jana Freitag noch weitere Pläne bei NetteVital hat. Im Januar 2020 startet sie die neurologische Fortbildung für bewegungsgestörte Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Perspektivisch kann NetteVital in Brüggen somit neben neurologischen erwachsenen Patienten auch Kinder mit Entwicklungsstörungen, wie sie beispielsweise öfter bei Frühchen auftreten, behandeln.

Neben den aufgezeigten Karrieremöglichkeiten für qualifizierte und motivierte Fachkräfte, ist NetteVital zudem durch das NRW Kompetenzzentrum Frau & Beruf  als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Das bedeutet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diverse Vorzüge wie beispielsweise den stufenweise durchgeführten und flexiblen Wiedereinstieg nach ihrer Elternzeit genießen. „Und das kommt letztlich sowohl unseren Mitarbeitern als auch den Patienten zugute“, weiß Klaus Schmitz. „Denn zufriedene Mitarbeiter können und wollen mehr Engagement und Energie in ihre Arbeit einbringen.“

Termine in der Praxis in Brüggen und weiterführende Informationen sind unter brueggen@nettevital.de sowie telefonisch unter 02163 57493 80 erhältlich.

Präzise, passgenau und patientenindividuell – so lässt sich das moderne Operationsverfahren bei Kniegelenkersatz in unserem EndoProthetikZentrum (EPZ) in drei Worten beschreiben.

Unter der Leitung von Dr. Enno Steinheisser, Chefarzt des Zentrums für Arthroskopie und Endoprothetik, führen die Operateure das Verfahren seit über drei Jahren nach wie vor einzigartig am linken Niederrhein in Nettetal erfolgreich durch.

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Patienten, die mit dem individuellen und schonenderen Verfahren operiert wurdenin unserem Haus stark an. Folglich sind Steinheisser und sein Team nicht nur Pioniere auf dem Gebiet, sondern haben europaweit die meisten Patienten mit der modernen Operationstechnik versorgt.

Aber wie genau funktioniert das Verfahren und welche Vorteile hat es für den Patienten?

Vor der Operation greifen die Experten des Hauses zu einer interaktiven Planungssoftware mit deren Hilfe sie die Knieprothese am Computer millimetergenau ausrichten und positionieren. Hierbei kann das Knie in alle Richtungen gedreht und begutachtet werden. Das verschafft detaillierte Informationen über die Anatomie des Patienten und hilft unter anderem bei der optimalen Größenauswahl der Prothese. „Des Weiteren können wir mit diesen patientenindividuellen Daten ein exaktes Modell des Knies anfertigen und die Platzierung der Prothese mit einem Höchstmaß an Präzision simulieren“, so der Leiter des EndoProthetikZentrums Nettetal.

Auf Grundlage der Daten werden im Anschluss maßgenaue, patientenindividuelle Instrumente angefertigt, die während der Operation eine präzise Ausrichtung der nötigen Knochenschnitte ermöglichen. Dadurch ist der Eingriff schonender, da knochensparender und weniger invasiv für den Patienten, was in der Regel einen geringeren Blutverlust zur Folge hat. „Auf die Bohrung in den Kanal des Oberschenkels, die sich bei konventionellen Verfahren nicht vermeiden lässt, können wir beispielsweise verzichten“, sagt Steinheisser weiter.

Gleichzeitig lassen sich übliche Operationsrisiken minimieren, da zum einen die OP-Zeit und somit auch die Narkosezeit verkürzt ist und zum anderen das Risiko von menschlichen Fehlern beim Zuschneiden der Knochen durch die individuellen Instrumente nahezu bei null liegt.

Auch bei der Prothesenwahl legt Steinheisser großen Wert auf höchste Qualitätsmerkmale. Das von ihm und seinem Team verwendete sogenannte Medial-Pivot Implantat hat sich seit mehr als 20 Jahre bewährt. Auch bei uns können die Verantwortlichen mit über 3000 Prothesen dieser Art mittlerweile auf ein fundiertes positives Ergebnis zurückblicken. Durch das moderne patientenspezifische Operationsverfahren konnte die Haltbarkeit der Prothese zudem deutlich verbessert werden.

Deutschlandweit gibt es lediglich zwei Kliniken, in Aschaffenbug und Potsdam, die auf einen ähnlichen Erfahrungsschatz mit der Knieprothese blicken können; keine andere außer das Städtische Krankenhaus Nettetal jedoch auf das Zusammenspiel von dieser Prothesenart und beschriebener Operationstechnik.