Neuer Proktologe in unserem Haus

Der gute Ruf für qualitativ hochwertige und patientenorientierte Medizin war es, was unser Haus als Arbeitgeber für Ehsan Sabah im Vorfeld interessant machte. Inzwischen, seit Jahresbeginn, ist er Oberarzt in der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Team von Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller und gleichzeitig Sektionsleiter der Proktologie im Nettetaler Haus.

Sabah verstärkt das chirurgische Team als Facharzt für Viszeralchirurgie und trägt die Zusatzbezeichnung Proktologie. Der erfahrene Oberarzt übernimmt die Aufgaben des langjährigen Proktologen Dr. Norbert Arbogast, der im Frühjahr nach über 30 Jahren bei uns seinen Ruhestand antreten wird. Arbogast kam Anfang 1996 als Oberarzt in unser Haus, etablierte den Bereich der Proktologie und entwickelte Strukturen und Behandlungsmethoden stetig weiter. So findet der neue Fachbereichsleiter gute Bedingungen vor und schätzt die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit wie auch die vorhandenen breit aufgestellten Strukturen in der Proktologie.

Mit dem Blick nach vorne will Sabah auf die sehr guten fachlichen Strukturen aufbauen, das Leistungsspektrum für Patientinnen und Patienten ausbauen und den Fachbereich der Proktologie strategisch weiterentwickeln. Konkret bedeutet das, die ganzheitliche, leitlinienorientierte und gleichzeitig individuell zugeschnittene Patientenversorgung in der Hämorrhoiden- und Fistelchirurgie zu stärken wie auch die Entwicklung in der Prolapschirurgie voranzutreiben: „Ziel dabei ist es, transanale, minimalinvasive und schonende Therapiekonzepte bei einem Organvorfall zu entwickeln und zu etablieren“, sagt Sabah.

Der neue Sektionsleiter verfügt nicht nur im Bereich der reinen Proktologie, die sich auf den Enddarm und den After konzentriert, sondern weiterführend auch in der Koloproktologie, die zusätzlich Erkrankungen im Dick- und Mastdarm berücksichtigt, über umfangreiche Erfahrungen. So steht zukünftig die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen zudem im Fokus der medizinischen Versorgung in Nettetal. „Wir freuen uns sehr, mit Ehsan Sabah einen ausgewiesenen Spezialisten für unsere Proktologie gewonnen zu haben“, so Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller. „Mit der von Herrn Arbogast geschaffenen sehr guten Basis und Herrn Sabahs neuen Impulsen und hohen fachlichen Kompetenz werden wir die Behandlungskonzepte noch weiter optimieren.“ In einem Punkt sind sich Sabah und sein Chef vollends einig: Die Fortführung der bereits bestehenden hohen medizinischen Qualität und Patientenzufriedenheit hat nach wie vor höchste Priorität.

„Für alles Geleistete in den vergangenen Jahrzehnten möchten wir Herrn Dr. Arbogast von Herzen danken“, so Geschäftsführer Jörg Schneider hinsichtlich des kommenden Abschieds von einem langjährigen engagierten Mitarbeiter. „Auch, wenn wir noch drei Monate von seiner Expertise profitieren dürfen, wünschen wir ihm an dieser Stelle bereits alles Gute für die Zeit nach dem Nettetaler Krankenhaus.“

Mit Dr. Nicolas Kanig haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat einen erfahrenen Nachfolger für Dr. Michael Pauw gefunden, der nach 25 Jahren als Chefarzt in den Ruhestand geht.

Dr. Michael Pauw war maßgeblich an der Entwicklung und Strukturierung der heutigen Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin beteiligt. Auch die Gründung und Leitung des Darmkrebszentrums in unserem Haus fand seit 2010 unter seiner Obhut statt, ebenso die Etablierung der Palliativmedizin und der Aufbau der Palliativstation.

Seit Jahresbeginn tritt Dr. Nicolas Kanig als hervorragend aufgestellter Spezialist im Gebiet der Gastroenterologie in die Fußstapfen des langjährigen Chefarztes. Er ist Facharzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie und Palliativmediziner in Weiterbildung, die er im Lauf des Jahres abschließen wird. Darüber hinaus werden unsere Patientinnen und Patienten zukünftig von seinen langjährigen Erfahrungen im Bereich der Onkologie profitieren. Zuletzt war Kanig über vier Jahre als leitender Oberarzt für Gastroenterologie und Onkologie im Bethanien Krankenhaus in Moers tätig.

„In Nettetal finde ich optimale Bedingungen und Strukturen vor, um unseren Patientinnen und Patienten kurze Wege und eine kompetente internistische Behandlung aus einer Hand zu gewährleisten“, sagt der 44jährige. „Zudem bin ich überzeugt, dass eine tragende Säule für die optimale Therapie ein gut aufgestelltes Team ist, in dem hohe fachliche Kompetenz und Teamgeist Hand in Hand gehen.“

Mit dem Blick in die Zukunft will der neue Chefarzt weiterhin eine breite Innere Medizin mit hoher Kompetenz nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sicherstellen. Neben aller Fachlichkeit ist Kanig zudem ein ausgeprägtes Maß an Menschlichkeit und Nähe am Patienten wichtig.
Die Stärkung des bereits bestehenden gastroenterologischen Schwerpunktes steht für ihn im Fokus. „Die bereits hervorragenden Voraussetzungen in Nettetal möchte ich gerne noch weiter ausbauen“, sagt Kanig. So wird er im ersten Zug seiner neuen Tätigkeit ein Verfahren im Nettetaler Haus etablieren, um die Entfernung kleiner Tumore im Magen oder Dickdarm im Rahmen eines endoskopischen Eingriffs durchführen zu können. Die sogenannte Vollwandresektion ist ein modernes und schonendes Verfahren, das in vielen Fällen als Alternative zu einer offenen Operation angewandt werden kann.

Neben seiner neuen Funktion als Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin übernimmt Dr. Nicolas Kanig die Leitung des Darmkrebszentrums.

Dr. Michael Pauw hingegen blickt auf eine erfüllte und sehr erfolgreiche Zeit in unserem Haus zurück. „Ich bin dankbar und auch ein wenig stolz, ein Vierteljahrhundert die Patienten in unserem Haus begleitet und viele jetzige Strukturen der Inneren Abteilung wie die Gastroenterologie und die Palliativmedizin, aber auch unser interdisziplinäres Darmkrebszentrum mit gestaltet und aufgebaut zu haben“, so Pauw. Jetzt folgt ein neuer Lebensabschnitt, in dem das Nettetaler Krankenhaus aber nicht komplett aus seinem Leben verschwindet. „Wir freuen uns, dass Michael Pauw uns mit all seiner Erfahrung weiterhin als Vorsitzender des Ethikkomitees unterstützt“, sagt Geschäftsführer Jörg Schneider. Zudem übernimmt der Palliativmediziner Urlaubsvertretungen auf der Palliativstation bis der neue Chefarzt seine palliativmedizinische Weiterbildung abgeschlossen hat. „Dafür und vor allem für sein langjähriges Engagement und seinen prägenden und erfolgreichen Einfluss in der Inneren Abteilung unseres Hauses danken wir ihm“, so Schneider. „Wir wünschen ihm an dieser Stelle alles Gute, Gesundheit und viel Freude für die privaten Projekte, die jetzt anstehen.“

Ende März wird der langjährige Chefarzt in einem feierlichen Rahmen gebührend verabschiedet, während sein Nachfolger zeitgleich eingeführt wird und den Staffelstab offiziell übernimmt.

Seit 2019 haben wir die Köpfe des Pflegepersonals kontinuierlich aufgestockt. So ist die Zahl seither um 65 Vollzeitkräfte gewachsen. Möglich ist die Erweiterung des Personalschlüssels trotz wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen auf Grundlage des Pflegeförderprogramms sowie des Pflegebudgets, das vom Bund ins Leben gerufen wurde. „Wir sind seit vielen Jahren bestrebt, der ansteigenden Belastung in der Pflege entgegen zu wirken, sei es mit offener Kommunikation, gesundheitsfördernder Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder aber eben durch die Aufstockung von Pflegekräften“, sagt David Girbig, Pflegedienstleiter Hauses.

Jüngst hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) die jährlichen Daten zum Pflegepersonalquotient veröffentlicht, die jene beschriebenen Bemühungen seitens der Verantwortlichen unseres Hauses widerspiegeln. Berücksichtigt wurden dabei verschiedene Parameter, um das Verhältnis von Pflegeaufwand eines Hauses zu der Anzahl der Pflegekräfte zu berechnen. Grundsätzlich gilt, je niedriger der Wert, desto besser ist das Verhältnis für Pflegekraft und Patient.

Mit dem aktuell ermittelten Wert von 40,54 (Vergleichswert 2019 vor der personellen Aufstockung: 67,56 und 2023: 44,33) liegen wir im Vergleich zu allen Nachbarhäusern auf Platz eins in Hinblick auf den besten Personalschlüssel in der Pflege. Bereits in den vergangenen Jahren konnten wir im Zuge der Datenerhebungen durch das InEK das beste Ergebnis der regionalen Akutkrankenhäuser sichern.

„Aber das gute Verhältnis von Pflegelast zu Fachkräften ist nur eine Stellschraube, um die Pflege nachhaltig zu stärken“, so Girbig. „Der stetige Kontakt zu unseren Mitarbeitenden in der Pflege ist durch nichts zu ersetzen“, ergänzt sein Stellvertreter Stefan Russmann. Jeden Tag gehen die beiden Verantwortlichen der Pflegedienstleitung über die Stationen, um Sorgen, Nöte und Wünsche der diensthabenden Pflegekräfte einzuholen und in den Austausch zu gehen. „Das macht unglaublich viel aus und fördert eine gute Zusammenarbeit und gibt uns die Möglichkeit, etwaige aufkommende Probleme unmittelbar zu lösen“, bekräftigt Russmann die bewährten Rundgänge. Darüber hinaus steht Mittwochnachmittag ab 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr die Türe der Pflegedienstleitung ohne vorherige Anmeldung stets offen, so dass sowohl interne Pflegekräfte wie auch externe Kräfte, die sich für unser Haus interessieren, in den Austausch mit den Herren Girbig und Russmann gehen können – zwanglos und unverbindlich in lockerer Atmosphäre.

„Darüber hinaus wissen alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch, dass unsere Türen immer offen stehen“, ergänzt Geschäftsführer Jörg Schneider. Denn nicht nur die Stärkung der Pflege, sondern des gesamten Personals stehen im Fokus der Krankenhausleitung.

So profitieren alle Mitarbeitenden von zahlreichen Maßnahmen zur Stärkung der Mitarbeitergesundheit. Neben Angeboten, die immer zugänglich sind wie das freie Training im hauseigenen Gesundheitszentrum NetteVital finden aktuell beispielsweise Workshops zum Stressmanagement und Bestimmungen des Vitamin D Haushaltes statt.

Neue innovative Wege für noch mehr Präzision und Patientenwohl wollten wir gehen. So haben wir es vor knapp zwei Jahren formuliert. Zu dem Zeitpunkt zog der OP-Roboter SkywalkerTM in den Operationssaal unseres Zentrums für Arthroskopie und Endoprothetik ein.
Jetzt, nach 500 Operationen mit dem robotischen System sind Mediziner und Patienten gleichermaßen begeistert. „Die Anschaffung der Technologie hat wesentliche Vorteile für die Behandlungsqualität unserer Patientinnen und Patienten erbracht, unsere hohen Erwartungen wurden erfüllt“, so Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Marcel Haversath, Leiter des EndoProthetikZentrums Nettetal.

Das System ermöglicht eine präzise Planung und exakte Durchführung der Sägeschnitte für eine höchstmögliche Passgenauigkeit der Prothese, individuell abgestimmt auf die Anatomie jedes einzelnen Patienten. Die optimale Positionierung des Knieimplantates soll langfristig zu einer besseren Funktion und Haltbarkeit führen.

Zudem können unsere Chirurgen ihren Patientinnen und Patienten einen noch schonenderen Eingriff anbieten. Denn durch die millimetergenaue Feinjustierung vor den Sägeschnitten müssen die individuellen Bandstrukturen in der Operation in der Regel nicht mehr angepasst werden. In Folge dessen entsteht weniger Weichteiltrauma, was wiederum das postoperative Schmerzniveau minimiert.

Nicht nur das Operationsverfahren, sondern auch das Implantat spielt eine entscheidende Rolle für das Gesamtergebnis. Seit vielen Jahren verwenden die Chirurgen in unserem Haus ein hochmodernes Kniesystem, das entwickelt wurde, um die natürliche Stabilität und Bewegung des Kniegelenks wiederherzustellen. Die Registerdaten zu dem Implantat zeigen, dass es sehr „Kniescheiben-freundlich“ ist und folglich ein zusätzlicher Ersatz der Kniescheibenrückfläche nur selten erforderlich ist. Langzeitstudien bestätigen die hohe Standzeit von rund 98,8 Prozent nach 17 Jahren, die Patientenzufriedenheit von etwa 95 Prozent belegt zudem die Qualität des Implantats.

„Das Ziel, durch die Kombination von hochmodernen Implantaten mit der neuesten Generation der OP-Robotik die bereits guten Ergebnisse weiter zu verbessern, haben wir durch den Einsatz des robotischen Systems erreicht“, so Dr. Haversath. „Und dennoch bleibt es unser Bestreben, uns stetig weiterzuentwickeln, um weiterhin das bestmögliche Ergebnis für unsere Patienten und auch für unser Haus zu erzielen.“

Auch Geschäftsführer Jörg Schneider steht nach zwei Jahren klar hinter der Entscheidung für den SkywalkerTM: „Unser Haus gerade in turbulenteren Zeiten zu stärken und einen Schwerpunkt, wie die Endoprothetik es bei uns ist, durch neue moderne Impulse auszubauen, ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftssicherung unseres Krankenhauses.“

Unser Haus hat inzwischen in ganz Europa die meisten Eingriffe mit dem Skywalker-System erfolgreich durchgeführt und somit eine Vorreiterrolle übernommen. Mit dem Erreichen der 500. Operation setzt das Team um unseren Chefarzt Dr. Marcel Haversath ein deutliches Zeichen: Innovative Technologie und medizinische Erfahrung gehen in Nettetal Hand in Hand – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Der Vorvertrag ist von allen Beteiligten unterschrieben, das übergeordnete Ziel definiert: Gemeinsam Zukunft gestalten – das haben sich die Verantwortlichen der LVR-Klinik für Orthopädie und des Nettetaler Krankenhauses fest vorgenommen. Aber nicht nur die Leitungen beider Häuser, sondern auch die Mediziner, allen voran die Chefärzte Dr. Jochen Neßler aus Viersen und PD Dr. Marcel Haversath aus Nettetal, sind von der Richtigkeit und Notwendigkeit des Vorhabens überzeugt.

In gut vier Jahren soll auf unserem Gelände ein weiterer Neubau stehen, in dem Patientinnen und Patienten das größte und modernste orthopädische Kompetenzzentrum der Region vorfinden werden. So planen der LVR mit seiner Klinik für Orthopädie und wir unter Nettetaler Trägerschaft die bestehenden hohen orthopädischen Kompetenzen beider Seiten zu bündeln, um gemeinsam die orthopädische Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus auf höchstem Niveau für die Zukunft zu sichern.

„Beide Kliniken setzen bereits jetzt auf neuste Technologien und arbeiten in der endoprothetischen Versorgung auf höchstem Niveau“, so Neßler. „Das wird auch in Zukunft so sein, nur, dass wir unser gemeinsames Portfolio um die Erfahrungswerte, die personellen Ressourcen und beispielsweise das robotische System des jeweils anderen Hauses erweitern werden“, ergänzt Kollege Haversath aus Nettetal. Das habe für den Patienten am Ende viele Vorteile, sind sich die beiden erfahrenen Hauptoperateure einig. Das Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten eine individualisierte orthopädische Therapie anzubieten, bei der standardisierte Stützprozesse eine gleichbleibend hohe Qualität sichern. Die Robotik ist nur ein Baustein auf dem Weg dahin.

Wichtig ist den Akteuren, dass die Übergangszeit bestmöglich für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit genutzt und der Übergangsprozess partnerschaftlich und auf Augenhöhe gestaltet wird. „Wir lernen nicht nur die neuen Kolleginnen und Kollegen kennen, sondern lernen auch voneinander“, sagt Neßler. „Denn auch, wenn beide Häuser bereits jetzt auf einem Top Niveau arbeiten, ist der Blick auf neue Technologien und Arbeitsweisen immer bereichernd – für uns als Operateure, aber vor allem für unsere Patienten“, führt Haversath fort. So erwarten beide Chefärzte, dass die Zusammenführung aller Kompetenzen nach der Übergangszeit reibungslos und effizient gestaltet werden kann.

Mit der Zusammenführung wird für alle Mitarbeitenden beider Einrichtungen ein hochmodernes und zukunftssicheres Arbeitsumfeld geschaffen. Direkt zu Beginn der Planungen stand fest, dass alle Mitarbeitenden der orthopädischen Bereiche vollständig übernommen werden. Gleichzeitig sollen alle Planbetten der LVR-Klinik für Orthopädie in das neue Kompetenzzentrum integriert werden. Folgerichtig werden am Nettetaler Standort erforderliche Baumaßnahmen eingeleitet, sobald das Land die aktuell beantragten Fördermittel bewilligt. Der Bescheid wird Anfang kommenden Jahres erwartet.

Grundlage für die konkreten Planungen der Zusammenführung sind die guten Ergebnisse der Krankenhausplanung NRW für beide Häuser. Das Nettetaler Haus hat seine Vorstellungen in der Krankenhausplanung 2022 umsetzen können, die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen hat die Anerkennung als Fachkrankenhaus erhalten und kann ihr Leistungsangebot daher ebenso erfolgreich fortführen.

Auf dieser Basis sowie einer vertieften Analyse beider Häuser ergibt sich die gemeinsame Überzeugung, zukünftig die vorhandenen Versorgungsstrukturen noch weiter zu entwickeln, fachlich-medizinisch wie auch wirtschaftlich. Denn unter dem gemeinsamen Dach eines allgemeinen somatischen Krankenhauses lassen sich finanzielle und strukturelle Risiken minimieren, die mit dem Status eines alleinstehenden Fachkrankenhaus verbunden sind.

Bis zum endgültigen Standortwechsel werden beide Partner als rechtlich selbständige Unternehmen an den bisherigen Standorten weiterarbeiten.

Das neue Führungsduo im Zentrum für Arthroskopie und Endoprothetik (ZAE) steht fest: Chefarzt PD Dr. Marcel Haversath wird fortan von seiner neuen Kollegin und leitenden Oberärztin Katharina Michalke unterstützt. Seit Anfang des Monats verstärkt die erfahrene Chirurgin das Team in unserem EndoProthetikZentrum für Gelenkersatz-Operationen.

Zuvor war Michalke jahrelang als Hauptoperateurin an einem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung wie auch als Hauptoperateurin einer fußchirurgischen Abteilung tätig. Sie ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und führt die Zusatzbezeichnungen Spezielle Orthopädische Chirurgie und spezielle Unfallchirurgie. Darüber hinaus ist die erfahrene Ärztin zertifizierte Fußchirurgin (Deutsche Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk: D.A.F.).

Mit robotischen Systemen zu arbeiten, wie es in der Knieendoprothetik in Nettetal seit Anfang 2024 standardisiert ist, ist für Michalke kein Neuland. So lernte sie bereits in verschiedenen Häusern den Einsatz und die Arbeit unterschiedlicher robotischer Systeme in der Endoprothetik kennen. „Wir sind froh mit Katharina Michalke eine erfahrene Expertin im Team begrüßen zu dürfen“, freut sich Haversath über seine Stellvertreterin.

Zusammen wollen Haversath und Michalke weitere Impulse in der endoprothetischen Versorgung von Knie- und Hüftgelenken setzen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung strukturierter Behandlungspfade und die stetige Optimierung einzelner Abläufe stehen genauso im Vordergrund wie die digitale Patientenschule und die Erweiterung der bestehenden Nachbehandlungs-App.

Gleichzeitig bleibt der Fokus auf dem Gesamtpaket bestehend aus optimaler Vorbereitung auf den Eingriff, die OP mit modernsten und für den Patienten schonenden Methoden wie auch die postoperative Versorgung und Behandlung nach der Operation, bekannt unter dem Begriff „Fast-Track-Programm“. Den beiden leitenden Medizinern ist ein priorisiertes Anliegen, dass ihre Patientinnen und Patienten nach dem endoprothetischen Eingriff schnellstmöglich wieder mobil werden.

„Der Einsatz modernster Implantate, schonender Operationsmethoden und präziser Technologie sind dafür eine wichtige Säule“, so die leitende Oberärztin. „Ich freue mich, dass die endoprothetische Arbeit in Nettetal genau dafür steht und ich zukünftig Teil dieses engagierten und erfahrenen Teams bin.“

In der jüngst veröffentlichten Studie des F.A.Z. Institutes zählt unser Haus zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der Kategorie 150 bis unter 300 Betten findet sich das Nettetaler Haus auf Platz 35 von insgesamt über 185 ausgezeichneten Kliniken in dieser Kategorie.

In der jährlich durchgeführten Studie wurden in diesem Jahr Daten von knapp 2300 Krankenhaus-Standorten deutschlandweit erhoben. Letztendlich erfüllten davon 1.820 Kliniken die Kriterien, um überhaupt final in die Bewertung zu gelangen. So flossen neben den Daten der aktuellen Qualitätsberichte der Häuser ausgewählte Daten des Bundes-Klinik-Atlas wie auch ein Social Media Monitoring mit in die Beurteilung ein.
25 Prozent der Gesamtbewertung machten Patientenmeinungen aus, die auf der Plattform klinikbewertungen.de öffentlich abgegeben wurden. „Das Ergebnis: eine Rangliste von Kliniken in Deutschland, die sowohl inhaltlich überzeugen als auch aus Patientensicht gut abschneiden“, heißt es bei FAZ online. Folglich ist die Freude auf Seiten der Krankenhausleitung groß, denn „sowohl fachlich und strukturell wie auch bei den Patienten selbst überzeugen zu können, bestätigt uns alle hier in unserer Arbeit und unserem Weg“, so Geschäftsführer Jörg Schneider.

Grundlegend stützt sich die Aussagekraft der Bewertung auf emotionale wie auf sachliche Aspekte. Neben den 25 Prozent der emotionalen Bewertung, in der Patientenmeinungen zu Themen wie Gesamtzufriedenheit, medizinische Behandlung, Abläufe und Ausstattung zum Tragen kommen, gliedern sich die anderen 75 Prozent wie folgt:
Jeweils mit 35 Prozent fallen die medizinische wie auch die pflegerische Versorgung ins Gewicht, der Service fließt mit 10 Prozent Gewichtung in die Bewertung, während Daten zu Kontrollsystemen wie Risiko-, Hygiene- oder Qualitätsmanagement mit 20 Prozent Einfluss auf das Gesamtergebnis im Bereich „sachliche Bewertung“ nehmen.

Freiwillig und entspannt ins Krankenhaus? Am kommenden Samstag besteht die Gelegenheit dazu. Wir gewähren Einblicke, die es nur alle paar Jahre einmal gibt: Am Tag der offenen Tür laden die Akteure des Hauses zu einem vielseitigen und spannenden Programm zum Mitmachen ein.

Unter dem Motto „Medizin ganz nah“ können Besucherinnen und Besucher von 11-16 Uhr einen Blick in den OP werfen und sich selbst an einem Dummy als „Operateur“ versuchen, den OP-Roboter im Zentrum für Arthroskopie und Endoprothetik kennenlernen oder in der Endoskopie erfahren, wie eine Magen- und eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Dabei wird gleichzeitig die jüngst angeschaffte modernste Endoskopieeinheit mit KI vorgestellt.

Experten des Hauses klären Interessierte anhand von Demo-Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse oder Halsschlagader über Diagnosemöglichkeiten auf und erläutern, wann eine Therapie erforderlich wird bzw. wie diese aussehen kann. Nur wenige Meter weiter stellen die Anästhesisten des Nettetaler Hauses verschiedene Narkoseverfahren und -geräte vor. Auch die chirurgischen Abteilungen des Hauses geben Einblicke in Teilbereiche wie die Venen- oder Handchirurgie und die Versorgung von Knochenbrüchen.

Pflegeexperten warten auf dem Außengelände mit Informationen und laden zur Selbsterfahrung ein. So verleiht beispielsweise der Alterssimulationsanzug den Besucherinnen und Besuchern einen aufschlussreichen Blickwinkel. Schonende mobilisierende Bewegungsabläufe werden von ausgebildeten Expertinnen und Experten genauso gezeigt wie Möglichkeiten im Umgang mit Demenzerkrankten. Der Selbsttest mit der BlackBox verrät, ob die Händedesinfektion korrekt durchgeführt wurde.

Die Wahlleistungsstation oder die Röntgenabteilung können sich Besucherinnen und Besucher in Form von geführten Rundgängen ansehen, die drei Mal zur vollen Stunde ab 12 Uhr stattfinden, Treffpunkt ist der Außeneingang des chirurgischen MVZs, das auch seine Türen an diesem Tag geöffnet hat.

Zum Mitmachen und Ausprobieren lädt auch NetteVital ein. Die Körperanalysewaage, Workshops oder eine Rückenanalyse sind Angebote im Gesundheitszentrum. Wer es sportlich mag, kann im Gerätezirkel oder auf dem Ruderergometer seine Fitness testen. Zudem gelten an diesem Tag Sonderkonditionen für die Mitgliedschaft bei NetteVital.

Ab 11 Uhr startet das Vortragsprogramm mit insgesamt sechs Beiträgen aus unterschiedlichen Bereichen. Den Auftakt gibt Chefarzt PD Dr. Marcel Haversath mit der „OP-Robotik in der Knieendoprotehtik“. Es folgen seine Kollegen aus anderen Bereichen mit Themen zu Herz-Kreislauferkrankungen, gesundheitsorientiertem Training, Handchirurgie, Diabetes und moderner Allgemein- und Viszeralchirurgie im Nettetaler Haus.

Buntes Kinderprogramm, Gewinnspiel und Live Musik

Kinderaugen leuchten am Samstag auf der Blaulichtmeile. Feuerwehrautos und Rettungswagen öffnen ihre Türen und gewähren einen Blick ins Innere. Gleichzeitig können die Eltern sich zeigen lassen, wie man einen Defibrillator bedient. Ebenfalls im Gewand eines Krankenwagens lädt die Hüpfburg die Kids zum Springen ein, während es nebenan beim Kinderschminken etwas ruhiger zugeht. Ein gemeinsamer Besuch in der Teddyklinik im ansässigen MVZ macht das Kuscheltier wieder gesund.

Zum geselligen Verweilen laden Live-Musik und das kulinarische Angebot ein. So rundet die Kugel Eis, eine leckere hausgemachte Waffel oder aber etwas Herzhaftes vom Grill den Tag für Klein und Groß ab.

Obendrein winken mit etwas Glück noch tolle Preise bei der Teilnahme an der kleinen Rätselrallye, die quer übers Gelände und durchs Haus führt.

 

Vortragsprogramm am Tag der offenen Tür

11.00 Uhr “OP-Robotik in der Knieendoprothetik”, Chefarzt PD Dr. med. Marcel Haversath

11.45 Uhr “Sport statt Pille – Gesundheitsorientierte Trainingsangebote bei NetteVital”, Dipl.-Sportwiss. Kolja Richter

12.30 Uhr „Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Wie minimiere ich das Risiko?“, Chefarzt Dr. med. Peter Leven

13.15 Uhr „Moderne Allgemein- und Viszeralchirurgie im Nettetaler Krankenhaus“, Chefarzt Dr. med. Hendrik W. Keller

14.00 Uhr “Individualisierte Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2 – Alles Insulin, oder was?”, ltd. Oberarzt Dr. med. Patrick Feinen

14.45 Uhr “Moderne Hand- und Handgelenkchirurgie”, Oberarzt Sebastian Haas

Seit Anfang des Monats sind drei Führungspositionen in unserem Haus neu besetzt.

Dr. Ali Akbayir leitet fortan die unfallchirurgische Abteilung des Hauses und löst Dr. Wilfried Mündges nach nahezu 30 Jahren sehr engagierter Tätigkeit in unserem haus ab. Dr. Mündges kam 1995 als Oberarzt in die chirurgische Abteilung. Ein Jahr später wurde er bereits zum leitenden Oberarzt ernannt, um 2019 mit der Gründung des Zentrums für Unfallchirurgie (ZUC) als Chefarzt die Entwicklungen noch stärker mit zu prägen.

Der neue Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und verfügt über die Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“. Zudem ist er ausgebildeter Notarzt mit der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“.

Der gebürtige Wülfrather sammelte in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen im gesamten Spektrum der unfallchirurgischen Versorgung. So war er fünf Jahre als Oberarzt im Helios Klinikum Schwelm, weitere acht Jahre als leitender Oberarzt in der Unfallchirurgie im Petrus Krankenhaus in Wuppertal und schließlich in den letzten beiden Jahren als Chefarzt in der Klinik für Unfall– und Wiederherstellungschirurgie, Sporttraumatologie und Orthopädie im Sana Klinikum im Landkreis Biberbach tätig.

Aus familiären Gründen zog es ihn zurück in seine Heimat. Nahezu gleichzeitig suchten wir einen neuen Chefarzt. Und so kam eins zum anderen. „Wir sind froh, so einen erfahrenen Unfallchirurgen für unser Haus gewonnen zu haben“, so Jürgen Boyxen, Aufsichtsratsvorsitzender des Hauses. Neben seiner Expertise bei Schulterfrakturen inklusive der Frakturprothesen verfügt Dr. Ali Akbayir über umfassende Erfahrungen im Bereich des Prothesenwechsels am Hüft- und Kniegelenk im Rahmen einer akuten Fraktur. Auch die Becken- und Wirbelsäulenchirurgie sind Bestandteile seines großen Erfahrungsschatzes. „Ich freue mich, neue Impulse in die Unfallchirurgie in Nettetal bringen zu dürfen“, sagt Dr. Akbayir. „So werde ich auf die sehr guten Strukturen, die mein Vorgänger hinterlässt, aufbauen können.“

Neben der Position des Chefarztes fungiert Akbayir fortan zudem als Leiter des Trauma- und Alterstraumazentrums, das wir und federführend Dr. Akbayirs Vorgänger Dr. Wilfried Mündges in Kooperation mit der Geriatrie in Süchteln aufgebaut haben.

Neue Betriebsleiterin – neuer Pflegedienstleiter

Auch in der Verwaltung hat sich einiges getan. Denn nach über 35 Jahren verabschiedete sich Betriebs- und Pflegedienstleiter Norbert Peffer in den Ruhestand. Er war 30 als Pflegedienstleiter und knapp 30 Jahre als Betriebsleiter tätig und formte unser Haus maßgeblich mit. Entdeckt hatte er seine Liebe zum Pflegeberuf ebenfalls bei uns während seiner Zivildienstzeit, legte dann zur Ausbildung einen kurzen Stopp im Krefelder Klinikum ein, um dann als Fachkrankenpfleger 1989 zurück nach Nettetal zu kommen und zu bleiben. Nur zwei Jahre später wurde sein umfangreiches Engagement für das Haus belohnt und er zum Pflegedienstleiter berufen, sechs Jahre darauf zusätzlich zum Betriebsleiter.

Jetzt tritt die nächste Generation seine Nachfolge an.

Lisa Kukla ist neue Betriebsleiterin unseres Krankenhauses. Sie koordinierte bereits in den vergangenen Jahren als rechte Hand von Norbert Peffer alle baulichen Maßnahmen im Krankenhaus.

Vor rund vier Jahren erteilte die Geschäftsführung Lisa Kukla Prokura für das chirurgische MVZ des Hauses und kurze Zeit später übernahm sie für die Krankenhaustochter die Betriebsleitung. „So war es nach der sehr guten Zusammenarbeit der letzten Jahre jetzt folgerichtig, Frau Kukla die Betriebsleitung für das Gesamthaus zu übertragen“, bestätigt Geschäftsführer Jörg Schneider die Entscheidung. Zeitgleich ist Kukla Prokuristin des Krankenhauses und aller Töchter.

Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, die gesamtbetrieblichen Prozesse und Strukturen voran zu treiben und mitzugestalten, stets im Auge zu haben, dass alle Zahnräder ineinandergreifen und effektiv laufen. „Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, die Zukunft unseres Krankenhauses auf feste Säulen zu stellen“, so Kukla. „Ich arbeite mit tollen und engagierten Menschen zusammen und freue mich darauf, gemeinsam mit ihnen das Haus stetig weiter zu entwickeln.“

David Girbig, der seit diesem Monat die Pflegedienstleitung übernommen hat, stimmt seiner Kollegin voll und ganz zu: „Die neue Position und meine Tätigkeit geben mir die tolle Chance, noch mehr mitzuwirken, unser Krankenhaus zukunftssicher zu machen.“ Mit viel Leidenschaft hat er in den letzten Jahren innovative Ansätze in Nettetal vorangetrieben. So fungierte er zeitweise als Schnittstelle von Pflege und IT und kümmerte sich federführend um Digitalisierungsprozesse im Haus.

Girbig begann seine berufliche Laufbahn in unserem Haus vor über 20 Jahren als Praktikant in der Pflege. Dann folgte die Ausbildung zum Krankenpfleger und direkt im Anschluss absolvierte er die Weiterbildung zur Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivpflege. Seither unterstützte er das Team der Intensivstation. Zudem schloss Girbig 2019 das nebenberufliche Studium der Fachrichtung Pflegemanagement erfolgreich ab. Seine Kenntnisse brachte er immer mehr in organisatorische Prozesse in der Pflege ein, so dass er sich zu einer Bereicherung für das Team der Pflegedienstleitung entwickelte.

Im Zuge der erhöhten Anforderungen im Krankenhausbetrieb während der Coronazeit wurde Girbig dann vollwertiges Mitglied der Pflegedienstleitung, die er jetzt führt. Am wichtigsten sind ihm dabei die offene Kommunikation und der direkte Kontakt zu Pflege und Funktionsdienst. „Die Türen stehen immer offen“, sagt Girbig. Und das trifft in unserem Haus auch auf die Betriebsleitung wie die Geschäftsführung zu und ist ein Puzzlestück des familiären Charakters des Hauses.

Gemeinsam Zukunft gestalten – das haben sich Verantwortliche der LVR-Klinik für Orthopädie und des Nettetaler Krankenhauses jüngst auf die Fahne geschrieben: In rund 5 Jahren soll auf dem Gelände des Nettetaler Krankenhauses ein weiterer Neubau stehen, in dem Patienten ein Kompetenzzentrum für Orthopädie vorfinden werden. So planen der LVR mit seiner Klinik für Orthopädie und das Städtische Haus in Nettetal unter Nettetaler Trägerschaft die bestehenden hohen orthopädischen Kompetenzen beider Seiten zu bündeln, um gemeinsam die orthopädische Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus auf höchstem Niveau für die Zukunft zu sichern.

Bekräftigt wurde das Vorhaben der Verantwortlichen jetzt durch die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung, einem sogenannten letter of intent. In den Wochen zuvor haben bereits alle entscheidenden Gremien und Ausschüsse der Kliniken zugestimmt und auch die Chefärzte, Dr. Jochen Neßler (LVR) und PD Dr. Marcel Haversath (KH Nettetal) sind von der Richtigkeit und Notwendigkeit des Vorhabens überzeugt.

Grundlegend für die konkreten Planungen sind die guten Ergebnisse der Krankenhausplanung NRW für beide Häuser. Das Nettetaler Haus hat seine Vorstellungen in der Krankenhausplanung 2022 umsetzen können, die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen hat die Anerkennung als Fachkrankenhaus erhalten und kann ihr Leistungsangebot daher erfolgreich fortführen.

Auf dieser Basis sowie einer vertieften Analyse beider Kliniken wuchs die gemeinsame Überzeugung, zukünftig die vorhandenen Versorgungsstrukturen noch weiterzuentwickeln, und damit den Vorgaben des Landes noch besser zu entsprechen. „Bereits heute stehen wir für eine top Versorgung. Gemeinsam mit einem starken Partner an unserer Seite sichern wir das exzellente Qualitätsniveau auch für die Zukunft.“, so die LVR-Direktorin Ulrike Lubek. „Mit einem spezialisierten und qualitativ hochwertigen orthopädischen Zentrum unter dem Dach eines allgemeinen somatischen Krankenhauses können zudem die strukturellen, finanziellen und organisatorischen Risiken, die mit dem Status eines alleinstehenden Fachkrankenhaus verbunden sind, für die Zukunft beseitigt werden“, unterstreicht auch Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin für den Klinikverbund, das gemeinsame Ziel.

Mit der Zusammenführung wird für alle Mitarbeitenden beider Einrichtungen ein hochmodernes und zukunftssicheres Arbeitsumfeld geschaffen. „Ein weiterer wichtiger Aspekt im Zuge der Planungen war und ist die gemeinsame Entscheidung zur vollständigen Übernahme aller Mitarbeitenden der orthopädischen Bereiche“, sagt Jörg Schneider, Geschäftsführer in Nettetal. Niemand bleibt unberücksichtigt. „Das ist auch ein selbstverständliches Gebot der in beiden Einrichtungen bestehenden patienten- und mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur unter kommunaler Trägerschaft“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende aus Nettetal, RA Jürgen Boyxen.

Auch alle Planbetten der LVR-Klinik für Orthopädie sollen in das neue Kompetenzzentrum übernommen werden. Folglich wird das Nettetaler Krankenhaus an seinem Standort die erforderlichen baulichen Kapazitäten schaffen. Für diese Baumaßnahme werden fristgerecht Fördermittel des Landes beantragt werden.

Bis zum endgültigen Standortwechsel werden beide Partner als rechtlich selbständige Unternehmen an den bisherigen Standorten weiterarbeiten. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die Übergangszeit bestmöglich für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit genutzt und der Übergangsprozess partnerschaftlich und auf Augenhöhe gestaltet wird. So will man die nahe Zukunft nutzen, um sich und die Arbeit in beiden Häusern wechselseitig  kennenzulernen.

Beide Träger teilen die Überzeugung, dass der geplante Zusammenschluss ein tragender Schritt hin zu einem Leuchtturm orthopädischer Versorgung mit fachlicher Brillanz in unserer Region sein wird.