Nettetaler Firma THELEN | DRIFTE spendet für Palliativstation

Erfolge feiern und gleichzeitig etwas Gutes tun. Das hatte sich die Geschäftsführung der Nettetaler Firma THELEN | DRIFTE anlässlich des 300-jährigen Firmenjubiläums auf die Fahne geschrieben. Im Rahmen der großen Jubiläumsfeier wünschten sich die Verantwortlichen Spenden statt Geschenke. Viele Gäste, die etwas schenken wollten, folgten der Bitte, so dass am Ende ein stolzer Betrag von rund 3.000 Euro zusammenkam.

Schnell war für Geschäftsführer Sebastian Thelen und seine Kolleginnen und Kollegen klar, dass das Geld in der Heimat bleiben soll. Ebenso einig war sich die Thelen Familie im Wunsch, unsere Palliativarbeit zu unterstützen. So freut sich das Team um Stationsärztin Christina Reulen über die Spende in Höhe von 1.500 Euro, die Peter Ottmann, 1. Vorsitzender des Fördervereins des Nettetaler Krankenhauses, jüngst entgegennahm. Der Verwendungszweck steht bereits: „Nachdem wir zwei Patientenzimmer durch Spendengelder in Motivzimmer mit Wohlfühlcharakter umgewandelt haben, wollen wir jetzt das dritte Zimmer angehen und umgestalten“, so Ottmann.

„Es liegt uns sehr am Herzen, etwas zurückzugeben und dabei gezielt lokale Projekte zu unterstützen. Zum Nettetaler Krankenhaus verbindet uns schon seit vielen Jahren eine enge Beziehung und wir schätzen die wichtige Arbeit, die dort geleistet wird, außerordentlich“, sagt Sebastian Thelen, Geschäftsführer von THELEN | DRIFTE. 

„Ohne ehrenamtliche und finanzielle Hilfe von außen hätten wir die Palliativstation nicht in diesem Maß auf- und ausbauen können“, sagt Jörg Schneider, Geschäftsführer unseres Krankenhauses. Die Station und palliative Arbeit im Haus entwickelt sich seit Gründung vor über 20 Jahren stetig weiter. Es geht in der palliativen Arbeit vor allem darum, Schmerzen zu lindern und die Lebenszeit lebenswert zu machen. Neben individuellen Bedürfnissen der Patienten stehen in Nettetal auch die der Angehörigen im Vordergrund. So beruht die Palliativmedizin auf einem ganzheitlichen Ansatz: Neben der ärztlichen und pflegerischen Betreuung haben auch physiotherapeutische, psychosoziale und seelsorgerische Begleitung einen hohen Stellenwert.

Mit Unterstützung von Spendengeldern und durch Initiative des Fördervereins konnten in den letzten zwei Jahrzehnten therapeutische Maßnahmen wie die Aromapflege, die Kunst-, Musik- oder Klangschalentherapie wie auch die tiergestützte Therapie etabliert werden. Auch im Bereich der Ausstattung steuerte der Förderverein immer wieder wertvolles Equipment wie ein Bettfahrrad zur Bewegungsförderung bei bettlägerigen Patienten, ein Spezialbett oder ein Multimedia-Player bei, wodurch das Wohlbefinden der Patienten gesteigert werden soll. Darüber hinaus unterstützt der Förderverein die „Palliative Care“-Weiterbildung von unseren Pflegekräften.

Ab dem 7. Juli lädt die Bereichsleitung der Physiotherapie von NetteVital jeden ersten Dienstagnachmittag eines Monats zum „Dienstagsgespräch“ ein. Zwischen 16.00 und 17.00 Uhr können diejenigen, die sich für eine physiotherapeutische Tätigkeit im Gesundheitszentrum des Nettetaler Krankenhaus interessieren ohne Termin zu NetteVital kommen.

Jennifer Josch, leitende Physiotherapeutin, heißt die potentiellen neuen Kolleginnen und Kollegen zu einem ungezwungenem Austausch herzlich willkommen. So besteht die Möglichkeit, sich bei einem Kaffee in angenehmer Atmosphäre unverbindlich über die Rahmenbedingungen einer Anstellung im Haus zu informieren. Wenn gewünscht, zeigt Josch zudem die großzügige Praxis inkl. Trainingsfläche, Kursraum und den Bereich der Krankengymnastik am Gerät. „Mit Anbindung an das Krankenhaus und in Hinblick auf unser Leistungsspektrum können wir hier sehr facettenreich arbeiten. Da ist für jeden Therapeuten was dabei“, so Josch, die selbst schon nahezu 20 Jahre im Haus tätig und immer noch zufrieden mit ihrem Job ist.

Darauf legen sie und Betriebsleiter Kolja Richter großen Wert: auf die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir ermöglichen jedem einzelnen, sich beruflich zu entwickeln und zu spezialisieren“, sagt Richter. „Als 100%ige Tochter des Krankenhauses genießen wir viele Vorteile wie beispielsweise eine Bezahlung, die an den TVÖD angelehnt ist und bis zur Entgeltgruppe 9a reicht. Das ist schon überdurchschnittlich in unserem Metier“, ergänzt Josch.

Neben freiem Training, 30 Tagen Urlaub und anderen umfangreichen Arbeitgeberleistungen, sei es vor allem das Team und tolle Klima, was den täglichen Gang zur Arbeit mit einem guten Gefühl umhüllt. Da sind sich die NetteVitaler einig. Ausführliche Informationen und Antworten auf alle Fragen rund um eine Tätigkeit im Haus beantwortet die Leitung der Physiotherapie zukünftig gerne im Dienstagsgespräch.

„Egal, ob sich jemand bei uns vorstellen will oder sich einfach unverbindlich über die Möglichkeiten in der Physiotherapie in unserem Haus informieren möchte, die neue Gesprächsstunde soll dafür Raum bieten“, befürwortet auch Geschäftsführer Jörg Schneider die Einführung der Sprechzeiten. „Unsere Türen stehen offen und wir freuen uns auf neue Gesichter“, führt Josch fort.

Bereits vor sieben Jahren etablierte das Nettetaler Haus das „Mittwochsgespräch“ in der Pflegedienstleitung. Seither kommen interessierte Pflegekräfte Mittwochnachmittag zwischen 15.30 und 16.30 Uhr, spontan und ohne vorherige Anmeldung ins Büro der PDL, um sich zu informieren und zu bewerben. „Wir haben einige jetzige Kolleginnen und Kollegen dadurch für unser Haus gewonnen“, sagt Pflegedienstleiter David Girbig. „Es ist einfach eine schöne Möglichkeit für beide Seiten, um sich in lockerer Atmosphäre kennenzulernen.“

Für alle Physiotherapeuten, die sich die Räumlichkeiten des Gesundheitszentrums im Nettetaler Krankenhaus einmal anschauen und sich über eine Tätigkeit bei NetteVital informieren möchten, gilt ab sofort jeden ersten Dienstagnachmittag: Hereinspaziert in die moderne und doch familiäre Praxis am Sassenfelder Kirchweg 1.

Viel diskutiert, viel kritisiert – das aktuell geplante gesundheitspolitische Spar- und Reformpaket der Bundesregierung in Form des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. (KGNW) ruft zum Protest auf.

Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ protestieren am 12. Juni die Krankenhäuser in NRW gegen die geplanten finanziellen Einschnitte durch das GKV-Spargesetz. So auch im Kreis Viersen. Das St. Irmgardis Krankenhaus Süchteln, das Allgemeine Krankenhaus Viersen, die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen und das Nettetaler Krankenhaus schließen symbolisch zwischen 11 und 13 Uhr ihren Haupteingang, um auf die vielerorts zu befürchtenden längeren Wege hinzuweisen, wenn die Versorgung als Folge der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen ausfällt. Die Häuser bleiben während der Protestaktion für Notfälle über Nebenzugänge durchgehend erreichbar.

„Wenn Häuser nicht mehr kostendeckend wirtschaften können, sondern um ihre Existenz kämpfen, müssen wir ein Zeichen setzen und auf die Missstände aufmerksam machen“, so Jörg Schneider, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der Kliniken in Krefeld und im Kreis Viersen und Geschäftsführer des Nettetaler Krankenhauses. Denn die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser sei bereits jetzt sehr angespannt und wird durch den angesteuerten Kurs der Bundesregierung existentiell bedrohlich. Ein Fehlbetrag allein der Häuser im Kreis Viersen von über 20 Millionen Euro wäre die Folge der geplanten Kürzungen durch die Bundespolitik. „Was das für unsere Häuser, die Mitarbeiter und letztlich und vor allem für die Patienten im Kreis bedeuten würde kann sich nahezu jeder ausmalen“, sagt Schneider. „Es besteht die Gefahr ungeplanter und nicht gewollter Umbrüche in der stationären Versorgung.“

Ursachen für potentielle Gefährdung der Patientenversorgung 

Die Kliniken leisteten bereits in diesem Jahr einen Sparbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 1,8 Milliarden Euro – und das, obwohl viele Häuser seit Jahren durch gestiegene Kosten und zu spät erhaltenen Inflationsausgleich im defizitären Bereich wirtschaften. Zudem sind die Krankenhäuser nachweislich nicht der Kostentreiber der GKV: Trotz gestiegener Gesamtausgaben ist der Anteil der Ausgaben für die stationäre Versorgung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung seit Jahren gesunken.

Trotzdem droht nun erneut eine unverhältnismäßige Belastung. So soll das vom Bund ins Leben gerufene Pflegebudget wieder massiv gedeckelt werden: Das Budget in Höhe von pauschal 2,5 Prozent des Pflegebudgets für pflegeentlastende Maßnahmen wie beispielsweise der Einsatz von Servicekräften für nicht pflegerische Tätigkeiten im Stationsalltag oder andere entlastende Hilfsmittel soll künftig komplett gestrichen werden, das 2020 in Kraft getretene Selbstkostendeckungsprinzip, die Refinanzierung der Pflegepersonalkosten, wird aufgehoben. Zudem will die Bundesregierung im Zuge des GKV-Spargesetzes die 2024 beschlossene Vollrefinanzierung der Tarifsteigerungen streichen. Den Inflationsausgleich in Form eines Kostenzuschlags für die Betriebskosten der Häuser (3,25 Prozent) in Höhe von insgesamt 4 Milliarden Euro wird es ab November nicht mehr geben. Hinzu kommt bürokratischer Mehraufwand durch geplante Erweiterungen der Prüfungen durch den Medizinischen Dienst.

Die Folge: Immense Mehrkosten für die einzelnen Kliniken ohne die Möglichkeit, Preise entsprechend angleichen zu können. Alle anvisierten Kürzungen und Maßnahmen sowie der Wegfall des Inflationsausgleichs ergeben einen geforderten Einsparanteil seitens der Krankenhäuser von rund 8,6 Milliarden Euro. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. (KGNW) bedeutet das umgerechnet für jedes Haus einen durchschnittlichen Erlösverlust von acht Prozent. „Fakt aber ist: Es gibt in den Kliniken keine Gewinne, die man mit Reformen abschöpfen kann, so dass die geplanten Kürzungen die Krankenhäuser maßlos überfordern“, resümiert der ARGE Vorsitzende Jörg Schneider. „Deswegen müssen wir unbedingt an solchen Protestaktionen teilnehmen und uns mit klarer Haltung und voller Überzeugung für die weitere wohnortnahe Versorgung unserer Patienten im Kreis Viersen einsetzen!“

Weitere Infos: https://www.kgnw.de/positionen/rette-dein-krankenhaus

Seit rund einem Monat ist NetteVital, das Gesundheitszentrum des Städtischen Krankenhauses Nettetal, zertifizierter Standort für die sogenannte OTT®, die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie. In Nettetal ist NetteVital die einzige Institution, die diese spezielle Trainingstherapie für Krebspatienten anbietet, im ganzen Kreis Viersen gibt es darüber hinaus eine physiotherapeutische Praxis in Viersen mit der OTT® im Portfolio.

Neben dafür erforderlichen Räumlichkeiten und Geräten verfügt NetteVital jetzt über eine speziell für die Arbeit mit Krebspatienten ausgebildete OTT®-Therapeutin, Annemarie Renaux, Dipl.-Sportwissenschaftlerin, und einen OTT®-Therapeuten, Heino Tiskens, Physiotherapeut. „Wir freuen uns mit Frau Renaux und Herrn Tiskens zwei langjährige und erfahrene Kollegen für die Weiterbildung gewonnen zu haben, denen die bestmögliche Behandlung unserer onkologischen Patienten sehr am Herzen liegt“, weiß Kolja Richter, Betriebsleiter NetteVital.

Ziel ist es, die nachgewiesenen positiven Effekte der Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen bestmöglich für die Betroffenen zu nutzen. Initial findet ein ausführliches Anamnese- und Beratungsgespräch statt. Zudem werden Kraft, Ausdauer und Koordination getestet, um dann auf Grundlage aller ermittelten Daten ein Trainingsplan zu erstellen. Die NetteVital Therapeuten berücksichtigen dabei stets übergeordnet die Krebsart, etwaige Nebenwirkungen der Krebstherapie und die persönliche Zielsetzung des Patienten. „Intensive und persönliche Betreuung in Kleingruppen ist uns sehr wichtig“, sagt Annemarie Renaux. „In insgesamt 24 Trainingseinheiten haben wir die Möglichkeit für und mit dem Patienten eine Menge zu erreichen.“

Die Vorteile der OTT® sind vielseitig. Das Immunsystem wird gestärkt und dem Muskelabbau entgegengewirkt. Auch kann die Trainingstherapie dabei helfen, klassische Nebenwirkungen einer Krebstherapie wie Erschöpfungszustände abzumildern und die Psyche zu stabilisieren. Die positiven Effekte der Bewegungstherapie bei onkologischen Patienten sind durch mehr als 700 wissenschaftliche Studien belegt.

Geeignet ist die Therapie für Patienten aller Krebsarten, Altersgruppen und Fitnesslevel. Voraussetzungen sind neben der Volljährigkeit, eine Empfehlung des behandelnden Arztes und eine aktuelle Diagnose, die nicht länger als zwei Jahre zurückliegt.

Die OTT® wurde am Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule entwickelt. Die Therapie wird von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen und durch Krankenkassen unterstützt.

Nach über 30 Jahren in unserem Haus verabschiedet sich der langjährige Oberarzt Dr. Norbert Arbogast in seinen Ruhestand. Der Allgemein- und Unfallchirurg war bis zur internen Umstrukturierung 2019 und der damit verbundenen Trennung der Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie auf der einen und der Unfallchirurgie auf der anderen Seite in beiden Bereichen gleichermaßen tätig. Spezialisiert hatte er sich jedoch bereits früh im Feld der Proktologie.

Unter dem damaligen Chefarzt Dr. Michael Blum etablierte Dr. Arbogast Ende der 90er erstmals die proktologische Sprechstunde. Mit zwei Stunden in der Woche begonnen, war schnell klar, dass der Bedarf damit nicht gedeckt war, so dass erst an einem kompletten Tag und heute an zwei Tagen in der Woche Patientinnen und Patienten eine Anlaufstelle für proktologische Problemstellungen im Nettetaler Krankenhaus finden. Fachlich hat Dr. Arbogast den Bereich stetig weiterentwickelt. So findet sein heutiger Nachfolger Ehsan Sabah gute Bedingungen und Strukturen vor.

Aber auch übergreifend hat sich in den 30 Jahren im Nettetaler Haus viel getan, weiß der Oberarzt. So blickt er dankbar und zufrieden auf diese Zeit zurück und erinnert sich an alte Zeiten. Mit dabei war er bei tragenden Veränderungen wie den ersten Schritten der Digitalisierung. „Auf einmal konnten wir Befunde und Röntgenbilder von jedem Punkt im Haus auf dem Bildschirm mit einem Klick abrufen und mussten nicht erst im Archiv und den Schränken nach Akten suchen“, sagt der gebürtige Kempener. „Das war eine wahnsinnige Erleichterung!“ Ein weiteres Highlight während seiner Zeit als Arzt war die voranschreitende Umstellung der Operationstechnik von der offenen OP hin zu minimal invasiven Eingriffen, die um ein vielfaches schonender für den Patienten sind. Besonders unter der heutigen Leitung von Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller wurde das Verfahren wo immer möglich im Nettetaler Haus etabliert.

Eins ist aber für Norbert Arbogast gleich geblieben: das persönliche erfüllende Gefühl, Menschen helfen zu können. So banal das klingt, so wahr ist es. Das wird im Gespräch mit dem Oberarzt sehr deutlich. Und auch der Grundcharakter des Hauses habe sich im Laufe der Jahrzehnte nicht verändert, so Arbogast. „Hier war eigentlich immer eine gute und positive Grundstimmung, auch, wenn es mal Herausforderungen gab.“

Jetzt freut sich der 65jährige auf die Zeit nach dem Krankenhaus. Zusammen mit seiner Frau möchte er die Zeit nutzen, um mehr von der Welt zu sehen. Besonders Städtetrips stehen auf der Liste. Aber auch mit dem Rad wird es die eine oder andere Tour am Niederrhein, aber auch deutschlandweit geben. „Meine Frau wird mich zudem zuhause schon einzusetzen wissen“, sagt er schmunzelnd und will sich künftig Projekten widmen, die in der Arbeitszeit stets zu kurz kamen.

Mit dem neuen Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Dr. Nicolas Kanig kommen neue Impulse in unser Haus. So bietet der erfahrene Gastroenterologe seit Jahresbeginn die sogenannte ambulante orale Endosonografie an, mit der Tumoren an der Bauchspeicheldrüse effizient und exakt befundet werden können.

Dabei handelt es sich um eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung der Bauchspeicheldrüse, die im Rahmen einer Magenspiegelung und fortan im Städtischen Haus in Nettetal auch ambulant durchgeführt wird.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu einer der aggressivsten Krebsarten in Deutschland. Die Tendenz der Fälle ist steigend. „Jedoch sind Tumoren an der Bauchspeicheldrüse nicht immer sofort bösartig, häufig gibt es zystische Vorstufen, die sogenannten IPMN“, weiß Kanig. Oftmals werden sie als Zufallsbefund bei einem Bauchultraschall oder im CT entdeckt.

Ein Schlüssel für die frühe und bestmögliche Behandlung ist eine fundierte und präzise Diagnostik, die oft in hochspezialisierten Verfahren erfolgt. Bisher konnten solch spezialisierte Untersuchungen wie die orale Endosonografie regelhaft nur im Rahmen einer stationären Behandlung durchgeführt werden. Durch die Möglichkeit der ambulanten Untersuchung ergibt sich ein entscheidender Mehrwert im Behandlungsprozess und für die weitere Betreuung durch die Hausärzte. Denn niedergelassene Gastroenterologen bieten die Untersuchung nicht an, sie wird ausschließlich in Krankenhäusern mit einer spezialisierten Gastroenterologie, wie Dr. Kanig sie bei uns leitet, durchgeführt.

„Die Untersuchung eignet sich aber nicht nur für Patientinnen mit Zysten an der Bauchspeicheldrüse, sondern auch für Patientinnen mit chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, erhöhten Lipasewerten im Blut, Gallengangsteinen und ungeklärten Oberbauchschmerzen“, so Dr. Nicolas Kanig. Oftmals können dadurch nicht nur effizient Diagnosen gestellt werden, sondern etwaige Strahlenbelastung wie bei der Computer Tomografie und auch Probleme wie Platzangst im MRT mit zuvor oft langen Wartezeiten auf Termine umgangen werden.

Die Untersuchung dauert rund 20 Minuten. „Die Patientinnen und Patienten erhalten kurz davor eine Sedierung, so dass sie währenddessen nichts mitbekommen“, sagt der Chefarzt. Direkt im Anschluss werden die Befunde besprochen.

Der gute Ruf für qualitativ hochwertige und patientenorientierte Medizin war es, was unser Haus als Arbeitgeber für Ehsan Sabah im Vorfeld interessant machte. Inzwischen, seit Jahresbeginn, ist er Oberarzt in der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Team von Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller und gleichzeitig Sektionsleiter der Proktologie im Nettetaler Haus.

Sabah verstärkt das chirurgische Team als Facharzt für Viszeralchirurgie und trägt die Zusatzbezeichnung Proktologie. Der erfahrene Oberarzt übernimmt die Aufgaben des langjährigen Proktologen Dr. Norbert Arbogast, der im Frühjahr nach über 30 Jahren bei uns seinen Ruhestand antreten wird. Arbogast kam Anfang 1996 als Oberarzt in unser Haus, etablierte den Bereich der Proktologie und entwickelte Strukturen und Behandlungsmethoden stetig weiter. So findet der neue Fachbereichsleiter gute Bedingungen vor und schätzt die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit wie auch die vorhandenen breit aufgestellten Strukturen in der Proktologie.

Mit dem Blick nach vorne will Sabah auf die sehr guten fachlichen Strukturen aufbauen, das Leistungsspektrum für Patientinnen und Patienten ausbauen und den Fachbereich der Proktologie strategisch weiterentwickeln. Konkret bedeutet das, die ganzheitliche, leitlinienorientierte und gleichzeitig individuell zugeschnittene Patientenversorgung in der Hämorrhoiden- und Fistelchirurgie zu stärken wie auch die Entwicklung in der Prolapschirurgie voranzutreiben: „Ziel dabei ist es, transanale, minimalinvasive und schonende Therapiekonzepte bei einem Organvorfall zu entwickeln und zu etablieren“, sagt Sabah.

Der neue Sektionsleiter verfügt nicht nur im Bereich der reinen Proktologie, die sich auf den Enddarm und den After konzentriert, sondern weiterführend auch in der Koloproktologie, die zusätzlich Erkrankungen im Dick- und Mastdarm berücksichtigt, über umfangreiche Erfahrungen. So steht zukünftig die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen zudem im Fokus der medizinischen Versorgung in Nettetal. „Wir freuen uns sehr, mit Ehsan Sabah einen ausgewiesenen Spezialisten für unsere Proktologie gewonnen zu haben“, so Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller. „Mit der von Herrn Arbogast geschaffenen sehr guten Basis und Herrn Sabahs neuen Impulsen und hohen fachlichen Kompetenz werden wir die Behandlungskonzepte noch weiter optimieren.“ In einem Punkt sind sich Sabah und sein Chef vollends einig: Die Fortführung der bereits bestehenden hohen medizinischen Qualität und Patientenzufriedenheit hat nach wie vor höchste Priorität.

„Für alles Geleistete in den vergangenen Jahrzehnten möchten wir Herrn Dr. Arbogast von Herzen danken“, so Geschäftsführer Jörg Schneider hinsichtlich des kommenden Abschieds von einem langjährigen engagierten Mitarbeiter. „Auch, wenn wir noch drei Monate von seiner Expertise profitieren dürfen, wünschen wir ihm an dieser Stelle bereits alles Gute für die Zeit nach dem Nettetaler Krankenhaus.“

Mit Dr. Nicolas Kanig haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat einen erfahrenen Nachfolger für Dr. Michael Pauw gefunden, der nach 25 Jahren als Chefarzt in den Ruhestand geht.

Dr. Michael Pauw war maßgeblich an der Entwicklung und Strukturierung der heutigen Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin beteiligt. Auch die Gründung und Leitung des Darmkrebszentrums in unserem Haus fand seit 2010 unter seiner Obhut statt, ebenso die Etablierung der Palliativmedizin und der Aufbau der Palliativstation.

Seit Jahresbeginn tritt Dr. Nicolas Kanig als hervorragend aufgestellter Spezialist im Gebiet der Gastroenterologie in die Fußstapfen des langjährigen Chefarztes. Er ist Facharzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie und Palliativmediziner in Weiterbildung, die er im Lauf des Jahres abschließen wird. Darüber hinaus werden unsere Patientinnen und Patienten zukünftig von seinen langjährigen Erfahrungen im Bereich der Onkologie profitieren. Zuletzt war Kanig über vier Jahre als leitender Oberarzt für Gastroenterologie und Onkologie im Bethanien Krankenhaus in Moers tätig.

„In Nettetal finde ich optimale Bedingungen und Strukturen vor, um unseren Patientinnen und Patienten kurze Wege und eine kompetente internistische Behandlung aus einer Hand zu gewährleisten“, sagt der 44jährige. „Zudem bin ich überzeugt, dass eine tragende Säule für die optimale Therapie ein gut aufgestelltes Team ist, in dem hohe fachliche Kompetenz und Teamgeist Hand in Hand gehen.“

Mit dem Blick in die Zukunft will der neue Chefarzt weiterhin eine breite Innere Medizin mit hoher Kompetenz nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sicherstellen. Neben aller Fachlichkeit ist Kanig zudem ein ausgeprägtes Maß an Menschlichkeit und Nähe am Patienten wichtig.
Die Stärkung des bereits bestehenden gastroenterologischen Schwerpunktes steht für ihn im Fokus. „Die bereits hervorragenden Voraussetzungen in Nettetal möchte ich gerne noch weiter ausbauen“, sagt Kanig. So wird er im ersten Zug seiner neuen Tätigkeit ein Verfahren im Nettetaler Haus etablieren, um die Entfernung kleiner Tumore im Magen oder Dickdarm im Rahmen eines endoskopischen Eingriffs durchführen zu können. Die sogenannte Vollwandresektion ist ein modernes und schonendes Verfahren, das in vielen Fällen als Alternative zu einer offenen Operation angewandt werden kann.

Neben seiner neuen Funktion als Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin übernimmt Dr. Nicolas Kanig die Leitung des Darmkrebszentrums.

Dr. Michael Pauw hingegen blickt auf eine erfüllte und sehr erfolgreiche Zeit in unserem Haus zurück. „Ich bin dankbar und auch ein wenig stolz, ein Vierteljahrhundert die Patienten in unserem Haus begleitet und viele jetzige Strukturen der Inneren Abteilung wie die Gastroenterologie und die Palliativmedizin, aber auch unser interdisziplinäres Darmkrebszentrum mit gestaltet und aufgebaut zu haben“, so Pauw. Jetzt folgt ein neuer Lebensabschnitt, in dem das Nettetaler Krankenhaus aber nicht komplett aus seinem Leben verschwindet. „Wir freuen uns, dass Michael Pauw uns mit all seiner Erfahrung weiterhin als Vorsitzender des Ethikkomitees unterstützt“, sagt Geschäftsführer Jörg Schneider. Zudem übernimmt der Palliativmediziner Urlaubsvertretungen auf der Palliativstation bis der neue Chefarzt seine palliativmedizinische Weiterbildung abgeschlossen hat. „Dafür und vor allem für sein langjähriges Engagement und seinen prägenden und erfolgreichen Einfluss in der Inneren Abteilung unseres Hauses danken wir ihm“, so Schneider. „Wir wünschen ihm an dieser Stelle alles Gute, Gesundheit und viel Freude für die privaten Projekte, die jetzt anstehen.“

Ende März wird der langjährige Chefarzt in einem feierlichen Rahmen gebührend verabschiedet, während sein Nachfolger zeitgleich eingeführt wird und den Staffelstab offiziell übernimmt.

Seit 2019 haben wir die Köpfe des Pflegepersonals kontinuierlich aufgestockt. So ist die Zahl seither um 65 Vollzeitkräfte gewachsen. Möglich ist die Erweiterung des Personalschlüssels trotz wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen auf Grundlage des Pflegeförderprogramms sowie des Pflegebudgets, das vom Bund ins Leben gerufen wurde. „Wir sind seit vielen Jahren bestrebt, der ansteigenden Belastung in der Pflege entgegen zu wirken, sei es mit offener Kommunikation, gesundheitsfördernder Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder aber eben durch die Aufstockung von Pflegekräften“, sagt David Girbig, Pflegedienstleiter Hauses.

Jüngst hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) die jährlichen Daten zum Pflegepersonalquotient veröffentlicht, die jene beschriebenen Bemühungen seitens der Verantwortlichen unseres Hauses widerspiegeln. Berücksichtigt wurden dabei verschiedene Parameter, um das Verhältnis von Pflegeaufwand eines Hauses zu der Anzahl der Pflegekräfte zu berechnen. Grundsätzlich gilt, je niedriger der Wert, desto besser ist das Verhältnis für Pflegekraft und Patient.

Mit dem aktuell ermittelten Wert von 40,54 (Vergleichswert 2019 vor der personellen Aufstockung: 67,56 und 2023: 44,33) liegen wir im Vergleich zu allen Nachbarhäusern auf Platz eins in Hinblick auf den besten Personalschlüssel in der Pflege. Bereits in den vergangenen Jahren konnten wir im Zuge der Datenerhebungen durch das InEK das beste Ergebnis der regionalen Akutkrankenhäuser sichern.

„Aber das gute Verhältnis von Pflegelast zu Fachkräften ist nur eine Stellschraube, um die Pflege nachhaltig zu stärken“, so Girbig. „Der stetige Kontakt zu unseren Mitarbeitenden in der Pflege ist durch nichts zu ersetzen“, ergänzt sein Stellvertreter Stefan Russmann. Jeden Tag gehen die beiden Verantwortlichen der Pflegedienstleitung über die Stationen, um Sorgen, Nöte und Wünsche der diensthabenden Pflegekräfte einzuholen und in den Austausch zu gehen. „Das macht unglaublich viel aus und fördert eine gute Zusammenarbeit und gibt uns die Möglichkeit, etwaige aufkommende Probleme unmittelbar zu lösen“, bekräftigt Russmann die bewährten Rundgänge. Darüber hinaus steht Mittwochnachmittag ab 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr die Türe der Pflegedienstleitung ohne vorherige Anmeldung stets offen, so dass sowohl interne Pflegekräfte wie auch externe Kräfte, die sich für unser Haus interessieren, in den Austausch mit den Herren Girbig und Russmann gehen können – zwanglos und unverbindlich in lockerer Atmosphäre.

„Darüber hinaus wissen alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch, dass unsere Türen immer offen stehen“, ergänzt Geschäftsführer Jörg Schneider. Denn nicht nur die Stärkung der Pflege, sondern des gesamten Personals stehen im Fokus der Krankenhausleitung.

So profitieren alle Mitarbeitenden von zahlreichen Maßnahmen zur Stärkung der Mitarbeitergesundheit. Neben Angeboten, die immer zugänglich sind wie das freie Training im hauseigenen Gesundheitszentrum NetteVital finden aktuell beispielsweise Workshops zum Stressmanagement und Bestimmungen des Vitamin D Haushaltes statt.

Neue innovative Wege für noch mehr Präzision und Patientenwohl wollten wir gehen. So haben wir es vor knapp zwei Jahren formuliert. Zu dem Zeitpunkt zog der OP-Roboter SkywalkerTM in den Operationssaal unseres Zentrums für Arthroskopie und Endoprothetik ein.
Jetzt, nach 500 Operationen mit dem robotischen System sind Mediziner und Patienten gleichermaßen begeistert. „Die Anschaffung der Technologie hat wesentliche Vorteile für die Behandlungsqualität unserer Patientinnen und Patienten erbracht, unsere hohen Erwartungen wurden erfüllt“, so Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Marcel Haversath, Leiter des EndoProthetikZentrums Nettetal.

Das System ermöglicht eine präzise Planung und exakte Durchführung der Sägeschnitte für eine höchstmögliche Passgenauigkeit der Prothese, individuell abgestimmt auf die Anatomie jedes einzelnen Patienten. Die optimale Positionierung des Knieimplantates soll langfristig zu einer besseren Funktion und Haltbarkeit führen.

Zudem können unsere Chirurgen ihren Patientinnen und Patienten einen noch schonenderen Eingriff anbieten. Denn durch die millimetergenaue Feinjustierung vor den Sägeschnitten müssen die individuellen Bandstrukturen in der Operation in der Regel nicht mehr angepasst werden. In Folge dessen entsteht weniger Weichteiltrauma, was wiederum das postoperative Schmerzniveau minimiert.

Nicht nur das Operationsverfahren, sondern auch das Implantat spielt eine entscheidende Rolle für das Gesamtergebnis. Seit vielen Jahren verwenden die Chirurgen in unserem Haus ein hochmodernes Kniesystem, das entwickelt wurde, um die natürliche Stabilität und Bewegung des Kniegelenks wiederherzustellen. Die Registerdaten zu dem Implantat zeigen, dass es sehr „Kniescheiben-freundlich“ ist und folglich ein zusätzlicher Ersatz der Kniescheibenrückfläche nur selten erforderlich ist. Langzeitstudien bestätigen die hohe Standzeit von rund 98,8 Prozent nach 17 Jahren, die Patientenzufriedenheit von etwa 95 Prozent belegt zudem die Qualität des Implantats.

„Das Ziel, durch die Kombination von hochmodernen Implantaten mit der neuesten Generation der OP-Robotik die bereits guten Ergebnisse weiter zu verbessern, haben wir durch den Einsatz des robotischen Systems erreicht“, so Dr. Haversath. „Und dennoch bleibt es unser Bestreben, uns stetig weiterzuentwickeln, um weiterhin das bestmögliche Ergebnis für unsere Patienten und auch für unser Haus zu erzielen.“

Auch Geschäftsführer Jörg Schneider steht nach zwei Jahren klar hinter der Entscheidung für den SkywalkerTM: „Unser Haus gerade in turbulenteren Zeiten zu stärken und einen Schwerpunkt, wie die Endoprothetik es bei uns ist, durch neue moderne Impulse auszubauen, ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftssicherung unseres Krankenhauses.“

Unser Haus hat inzwischen in ganz Europa die meisten Eingriffe mit dem Skywalker-System erfolgreich durchgeführt und somit eine Vorreiterrolle übernommen. Mit dem Erreichen der 500. Operation setzt das Team um unseren Chefarzt Dr. Marcel Haversath ein deutliches Zeichen: Innovative Technologie und medizinische Erfahrung gehen in Nettetal Hand in Hand – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.