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Muskelschonendes OP-Verfahren beim Hüftgelenkersatz

08.02.2023 - 15 Uhr, im Seminarraum im Untergeschoss des Krankenhauses - Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich!

Wenn bei fortgeschrittener Arthrose des Hüftgelenks, sei es altersbedingt oder durch Belastung hervorgerufen, die Schmerzen zu erheblichen Einschränkungen des Alltags führen, kann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll sein. Hüftgelenksoperationen liefern heute sehr zuverlässige Ergebnisse. Bei der Auswahl der geeigneten Prothesenart berücksichtigen die Ärzte Alter, Gewicht, Knochendichte und Aktivitätsniveau der Patienten. Dank moderner minimalinvasiver, schonender Operationstechniken haben die meisten Patienten nach 8 bis 10 Wochen wieder ein schmerzfreies Gangbild, sind wieder voll arbeitsfähig und können ihren Hobbys nachgehen. Generell gilt, je früher ein Patient nach der OP mobilisiert werden kann, desto kürzer ist der Genesungsprozess.

Dr. med. univ. Cristian Cocis, einer von vier Hauptoperateuren unseres Endoprothetikzentrums, stellt in seinem Vortrag das muskelschonende OP-Verfahren „AMIS“ (Anterior Minimally Invasive Surgery) vor. Bei dieser Methode wird, anders als bei Standard-Verfahren, ein vorderer Zugang zum Hüftgelenk genutzt und ein vergleichsweise kurzer Schnitt benötigt. Das Besondere ist, dass der Operateur von hier aus durch eine Muskellücke an das Gelenk gelangen kann, ohne die darunter liegenden Muskeln, Sehnen und Bänder zu durchtrennen. Auch eine durch Nervenverletzung bedingte Muskelschwäche kann somit praktisch ausgeschlossen werden, da sich der Zugang zwischen den Nervenversorgungsgebieten befindet. Dank dieser schonenden Methode können die Patienten unmittelbar nach dem Eingriff aufstehen und erste Schritte machen. Das wirkt sich positiv auf die nachbehandelnde Physiotherapie aus.

Referent:

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Dr. med. univ. Cristian Cocis

Oberarzt im Zentrum für Arthroskopie und Endoprothetik