Tumoren an der Bauchspeicheldrüse effizienter erkennen
Ambulante Durchführung von spezialisierter Untersuchungsmethode
Mit dem neuen Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Dr. Nicolas Kanig kommen neue Impulse in unser Haus. So bietet der erfahrene Gastroenterologe seit Jahresbeginn die sogenannte ambulante orale Endosonografie an, mit der Tumoren an der Bauchspeicheldrüse effizient und exakt befundet werden können.
Dabei handelt es sich um eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung der Bauchspeicheldrüse, die im Rahmen einer Magenspiegelung und fortan im Städtischen Haus in Nettetal auch ambulant durchgeführt wird.
Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu einer der aggressivsten Krebsarten in Deutschland. Die Tendenz der Fälle ist steigend. „Jedoch sind Tumoren an der Bauchspeicheldrüse nicht immer sofort bösartig, häufig gibt es zystische Vorstufen, die sogenannten IPMN“, weiß Kanig. Oftmals werden sie als Zufallsbefund bei einem Bauchultraschall oder im CT entdeckt.
Ein Schlüssel für die frühe und bestmögliche Behandlung ist eine fundierte und präzise Diagnostik, die oft in hochspezialisierten Verfahren erfolgt. Bisher konnten solch spezialisierte Untersuchungen wie die orale Endosonografie regelhaft nur im Rahmen einer stationären Behandlung durchgeführt werden. Durch die Möglichkeit der ambulanten Untersuchung ergibt sich ein entscheidender Mehrwert im Behandlungsprozess und für die weitere Betreuung durch die Hausärzte. Denn niedergelassene Gastroenterologen bieten die Untersuchung nicht an, sie wird ausschließlich in Krankenhäusern mit einer spezialisierten Gastroenterologie, wie Dr. Kanig sie bei uns leitet, durchgeführt.
„Die Untersuchung eignet sich aber nicht nur für Patientinnen mit Zysten an der Bauchspeicheldrüse, sondern auch für Patientinnen mit chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, erhöhten Lipasewerten im Blut, Gallengangsteinen und ungeklärten Oberbauchschmerzen“, so Dr. Nicolas Kanig. Oftmals können dadurch nicht nur effizient Diagnosen gestellt werden, sondern etwaige Strahlenbelastung wie bei der Computer Tomografie und auch Probleme wie Platzangst im MRT mit zuvor oft langen Wartezeiten auf Termine umgangen werden.
Die Untersuchung dauert rund 20 Minuten. „Die Patientinnen und Patienten erhalten kurz davor eine Sedierung, so dass sie währenddessen nichts mitbekommen“, sagt der Chefarzt. Direkt im Anschluss werden die Befunde besprochen.