Priorität Patientensicherheit: Krankenhauspersonal wird regelmäßig geschult
Tag der Hygiene für Mitarbeitende mit zahlreichen Themen
Gemeinsam für mehr Sicherheit! Unter dem Motto „get together“ fand der diesjährige Tag der Hygiene statt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von unseren Hygieneexperten zu verschiedenen Themen rund um Hygiene und Patientensicherheit geschult.
Seit nahezu 20 Jahren veranstalten wir einen jährlichen Mitarbeiteraktionstag, um neues Wissen zu vermitteln, aber vor allem einst erworbenes zu vertiefen und wieder ins Bewusstsein und somit im Stations- und Arbeitsalltag zu etablieren. Im Zentrum dabei stehen stets Hygiene- und präventive Schutzmaßnahmen für Patienten auf der einen und Klinikpersonal auf der anderen Seite.
In diesem Jahr hat das Organisationsteam einen Hygieneparcour mit Stationen zu verschiedenen Themenschwerpunkten angeboten.
Während an einer Stelle die richtige Pflege der Hände im Zentrum stand, konnten sich die Kolleginnen und Kollegen an anderer Stelle mittels einer UV-Licht Überprüfung in der richtigen Desinfektion üben. „Grundsätzlich gilt: Eine gute Händedesinfektion vor und nach Patientenkontakt schützt besser als das Tragen von Handschuhen, um die Verbreitung von Keimen zu vermeiden“, so unsere leitende Hygienefachkraft Matthias Wierzchowski. Denn Handschuhe können bei nicht rechtzeitigem und fachgerechtem Ausziehen als Keimquelle fungieren. In ausgewählten Situationen wiederum sind Handschuhe unbedingt erforderlich. Wann und wie der Einsatz von Handschuhen und weiterführender Schutzausrüstung zum Einsatz kommt, vermittelten die Experten des Hauses auf anschauliche Weise. So konnten Kolleginnen und Kollegen nahezu alles im Selbstversuch testen.
Welche digitalisierten Sanierungsprozesse greifen bei MRSA-Patienten und wann und in welcher Form ist ein Abstrich angezeigt? Alles zum standardisierten und richtigen Umgang mit MRSA Patienten demonstrierte unsere Key-Userin des Hauses Saskia Damm anhand hausinterner Systeme. Eine Station weiter demonstrierte die Praxisanleiterin und ausgebildete Wundexpertin Anja Claßen die hygienisch einwandfreie Wundversorgung an einer infizierten Silikonwunde. „Unsere Kollegen können realitätsnah am Modell die optimale Wundversorgung üben, was besonders für unsere Auszubildenden in der Pflege eine tolle Sache ist“, so Claßen, die mit zwei weiteren Kolleginnen für die Ausbildung des Pflegenachwuchses im Nettetaler Haus freigestellt ist.
Der optimale Umgang mit Katheter Zugängen stand ebenfalls im Zentrum des Aktionstags. Dabei ging es vor allem um die Sensibilisierung, welche Symptome auf eine Infektion hindeuten und wie eine Sepsis erkannt werden kann.
„Vor allem dient der Tag der Hygiene dazu, sich immer wieder bewusst mit einzelnen Aspekten auseinander zu setzen und für das Thema Sicherheit durch die richtige Hygiene zu sensibilisieren“ so Matthias Wierzchowski. Der Aktionstag ist ein Puzzlestück in der Hygiene- und Präventionsarbeit des Hauses. Neben dem regelmäßigen Austausch mit allen Berufsgruppen seitens des Hygieneteams, sind es vor allem interne Schulungen und Arbeitskreise wie beispielsweise der der ausgebildeten Wundexperten, die optimales Verhalten schulen und die bestmögliche Patientensicherheit sicherstellen.