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Dr. Norbert Arbogast – Abschied nach 30 Jahren

Dankbar und erfüllt blickt unser Oberarzt auf die Schaffenszeit zurück

Nach über 30 Jahren in unserem Haus verabschiedet sich der langjährige Oberarzt Dr. Norbert Arbogast in seinen Ruhestand. Der Allgemein- und Unfallchirurg war bis zur internen Umstrukturierung 2019 und der damit verbundenen Trennung der Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie auf der einen und der Unfallchirurgie auf der anderen Seite in beiden Bereichen gleichermaßen tätig. Spezialisiert hatte er sich jedoch bereits früh im Feld der Proktologie.

Unter dem damaligen Chefarzt Dr. Michael Blum etablierte Dr. Arbogast Ende der 90er erstmals die proktologische Sprechstunde. Mit zwei Stunden in der Woche begonnen, war schnell klar, dass der Bedarf damit nicht gedeckt war, so dass erst an einem kompletten Tag und heute an zwei Tagen in der Woche Patientinnen und Patienten eine Anlaufstelle für proktologische Problemstellungen im Nettetaler Krankenhaus finden. Fachlich hat Dr. Arbogast den Bereich stetig weiterentwickelt. So findet sein heutiger Nachfolger Ehsan Sabah gute Bedingungen und Strukturen vor.

Aber auch übergreifend hat sich in den 30 Jahren im Nettetaler Haus viel getan, weiß der Oberarzt. So blickt er dankbar und zufrieden auf diese Zeit zurück und erinnert sich an alte Zeiten. Mit dabei war er bei tragenden Veränderungen wie den ersten Schritten der Digitalisierung. „Auf einmal konnten wir Befunde und Röntgenbilder von jedem Punkt im Haus auf dem Bildschirm mit einem Klick abrufen und mussten nicht erst im Archiv und den Schränken nach Akten suchen“, sagt der gebürtige Kempener. „Das war eine wahnsinnige Erleichterung!“ Ein weiteres Highlight während seiner Zeit als Arzt war die voranschreitende Umstellung der Operationstechnik von der offenen OP hin zu minimal invasiven Eingriffen, die um ein vielfaches schonender für den Patienten sind. Besonders unter der heutigen Leitung von Chefarzt Dr. Hendrik W. Keller wurde das Verfahren wo immer möglich im Nettetaler Haus etabliert.

Eins ist aber für Norbert Arbogast gleich geblieben: das persönliche erfüllende Gefühl, Menschen helfen zu können. So banal das klingt, so wahr ist es. Das wird im Gespräch mit dem Oberarzt sehr deutlich. Und auch der Grundcharakter des Hauses habe sich im Laufe der Jahrzehnte nicht verändert, so Arbogast. „Hier war eigentlich immer eine gute und positive Grundstimmung, auch, wenn es mal Herausforderungen gab.“

Jetzt freut sich der 65jährige auf die Zeit nach dem Krankenhaus. Zusammen mit seiner Frau möchte er die Zeit nutzen, um mehr von der Welt zu sehen. Besonders Städtetrips stehen auf der Liste. Aber auch mit dem Rad wird es die eine oder andere Tour am Niederrhein, aber auch deutschlandweit geben. „Meine Frau wird mich zudem zuhause schon einzusetzen wissen“, sagt er schmunzelnd und will sich künftig Projekten widmen, die in der Arbeitszeit stets zu kurz kamen.