Neuer Chefarzt im Zentrum für Arthroskopie und Endoprothetik

Die Erfolgsgeschichte des Zentrums für Arthroskopie und Endoprothetik (ZAE) im Nettetaler Krankenhaus soll weiter gehen. Mit PD Dr. Marcel Haversath haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat des Hauses einen erfahrenen Nachfolger für Dr. Enno Steinheisser gefunden, der nach über 25 Jahren als Chefarzt in den wohlverdienten Ruhestand wechselt.

Steinheisser war maßgeblich an der Entwicklung und Strukturierung des heutigen ZAEs beteiligt und bereitete die Abteilung erfolgreich auf die Zertifizierung zum EndoProthetikZentrum Nettetal vor.

Am 1. Oktober trat Haversath nun, als hervorragend aufgestellter Spezialist, in die Fußstapfen des langjährigen Chefarztes. Er ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, verfügt über die Zusatzbezeichnung ‚Spezielle orthopädische Chirurgie‘ und sammelte bereits umfangreiche Erfahrungen als Senior-Hauptoperateur in verschiedenen EndoProthetikZentren der Maximalversorgung. Zudem wurde seine Arbeit zur „Qualität und Sicherheit in der Endoprothetik“ mit einem Stipendium seitens der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie ausgezeichnet.

„Ich finde hier optimale Bedingungen und Strukturen vor, um bestmögliche Ergebnisse und größtmögliche Sicherheit für die Patienten sicherstellen zu können“, sagt der 39jährige. „Zudem freue ich mich auf die Arbeit hier im Team und darauf, neue Impulse setzen zu dürfen.“ Moderne und patientenindividuelle Behandlungspfade stehen auch bei ihm in der Versorgung von Knie- und Hüftpatienten im Vordergrund. Dabei legt er großen Wert auf die Auswahl ausschließlich hochwertiger Implantate mit langer Haltbarkeit sowie auf für den Patienten knochensparende und schonende OP-Verfahren. Individuell und passgenau – das sei der Grundsatz für optimale Ergebnisse und höchste Patientensicherheit. Jedoch soll seine Arbeit nicht am OP-Tisch enden: „Die bereits hervorragenden Voraussetzungen in Nettetal für eine erfolgreiche Reha nach der Operation möchte ich gerne noch weiter ausbauen“, so der angehende Chefarzt. Das Fast-Track-Programm als grundlegendes Konzept für eine schnelle postoperative Mobilisation hat er dabei fest im Blick.

Enno Steinheisser hingegen hat sein Soll erfüllt und blickt auf eine erfolgreiche und tolle Zeit im Nettetaler Krankenhaus zurück. „Es hat mich erfüllt, Strukturen mit erschaffen zu dürfen und innovative Ideen umzusetzen und ich wünsche mir sehr, dass ich bei meinen Patienten und Kollegen in guter Erinnerung bleibe“, so der noch amtierende Chefarzt des ZAEs. Jetzt würde jedoch ein komplett neuer Lebensabschnitt ohne die Medizin beginnen, dem er ebenfalls mit Freude entgegen sieht. „Und dafür wünschen wir Enno Steinheisser nur das Beste“, sagt Geschäftsführer Jörg Schneider. „Wir danken ihm für sein überaus herausragendes Engagement und seinen prägenden und erfolgreichen Einfluss, den er auf die Etablierung der heutigen Abteilung für Arthroskopie und Endoprothetik gehabt hat.“ Das soll gebührend gefeiert werden. So wird der langjährige Chefarzt in feierlichem Rahmen verabschiedet, während sein Nachfolger zeitgleich eingeführt wird und den Staffelstab offiziell übernimmt.

Einmal in der Woche empfängt Stationsärztin Christina Reulen ganz besonderen Besuch auf der Palliativstation: Timmy ist ein ausgebildeter Therapiehund und sorgt regelmäßig für Begeisterung bei den Patienten.

Mit komplementären Behandlungsverfahren wie Musik-, Kunst- und Aromatherapie macht unser Palliativteam bereits viele Jahre gute Erfahrungen. Motiviert durch zahlreiche positive Berichte anderer Palliativstationen und Hospize hat das Team nun auch die tiergestützte Therapie eingeführt.

„Das Tier ist unvoreingenommen und ermöglicht den Zugang zum Patienten auf einer ganz anderen Ebene als im alleinigen therapeutischen Gespräch“, erklärt die Palliativmedizinerin Reulen. Während die Helfer den Fokus häufig auf die belastenden Aspekte wie Leid, Angst, Trauer richten würden, fordere die Interaktion mit dem Tier das im Menschen heraus, was heil und gesund ist. Überdies tue Streicheln und Zuwendung direkt der Seele gut. „Die Patienten erfahren in diesem geschützten Rahmen nochmals Wertschätzung und Selbstwirksamkeit“, weiß auch Carmen Lüger zu berichten. Die erfahrene Tier-Therapeutin arbeitet mit einem ihrer anderen Hunde bereits jahrelang in psychiatrischen Kliniken und in der Trauerbegleitung. Gerade Patienten, die selbst einen Hund haben oder hatten, würden profitieren und könnten sich gut öffnen.

Timmy, der seit mehr als zwei Jahren als Therapiehund im Einsatz ist, macht die Arbeit mit den Patienten sichtlich Freude. So lässt er sich bereitwillig auf den Schoß nehmen und genießt es ordentlich gekrault zu werden. „Grundsätzlich ist er aber ein eher ruhiger Hund, der erstmal zurückhaltend ist. So kann sich die Begegnung mit dem Patienten je nach dessen Verfassung langsam entwickeln“, beschreibt Lüger ihren vierbeinigen Kollegen.

Der kleine Chihuahua-Spitz-Mix und seine Hundeführerin betreten die Palliativstation stets auf ungewöhnlichem Weg, nämlich direkt über eine Feuerleiter. Vorher hat Reulen erkundet, welche Patienten einen Besuch wünschen bzw. von dem Tierkontakt besonders profitieren könnten. Patienten mit resistenten Keimen oder offenen Wunden und natürlich solche mit Angst vor Hunden oder Allergien darf Timmy leider nicht besuchen. Wie viele Patienten er an einem Besuchstag beglückt, hängt immer ein bisschen von der Intensität der einzelnen Begegnungen ab. Nach spätestens zwei Stunden ist auch der vierjährige Rüde erschöpft. Dann macht er sich auf Frauchens Arm wieder über die Feuerleiter auf den Heimweg. Finanziell ermöglicht werden seine Besuche durch den Förderverein des Krankenhauses.

Unser Neubau ist nun schon seit Mitte Februar in Betrieb. In großzügigen Räumen sind hier unsere neue Wahlleistungsstation und unsere Röntgenabteilung sowie alte und neue Kooperationspartner eingezogen. Bis Ende des Jahres soll die Küche mit komplett neuer Ausstattung in das Untergeschoss umziehen und das Außengelände fertiggestellt sein. Auch wenn hier und da noch gearbeitet wird, möchten wir Ihnen den Neubau nun endlich gern vorstellen. Da dies Corona bedingt zur Zeit leider nicht in live möglich ist, haben wir kurzerhand einen Blick mit der Kamera in alle Bereiche geworfen und laden Sie zu einem virtuellen Rundgang ein.

Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach und das Städtische Krankenhaus Nettetal wollen medizinisch und pflegerisch enger zusammenarbeiten und planen perspektivisch eine Kooperation. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde nun von den Trägergremien beschlossen und unterzeichnet. Die Kooperationspartner erwarten eine erhöhte Qualität in der Patientenversorgung durch zusätzliche Synergieeffekte und neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

Die klinik- und fächerübergreifende Zusammenarbeit wird sowohl im Nettetaler Krankenhaus als auch in den Städtischen Kliniken Mönchengladbach großgeschrieben und endet nicht an der jeweiligen Klinikgrenze. In den vergangenen Monaten haben die Geschäftsführungen und Aufsichtsräte sondiert, in welchen Bereichen ein regelmäßiger Wissens- und Erfahrungsaustausch den Patienten besonders zugutekommen würde. „Dabei haben wir von Beginn an Vertreter aus der Ärzteschaft und unsere Pflegedirektoren eng einbezogen“, erklärt Jörg Schneider, Geschäftsführer des Nettetaler Hauses. Als sinnvolle Kooperationsfelder wurden die Bereiche Pflege, Unfallchirurgie und Orthopädie, Kardiologie, Gefäßchirurgie, Radiologie, Geriatrie und Palliativmedizin sowie die Schmerztherapie identifiziert. Zudem wird beabsichtig, langfristig ein telemedizinisches Netzwerk aufzubauen.

Im Fokus der zukünftigen Partner steht vor allem der Wissenstransfer durch gemeinsame Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie Hospitationen und Rotationen des medizinischen und pflegerischen Personals. Nach und nach sollen einzelne ausgewählte Bereiche konkret ausgestaltet werden. Da das „Eli“ Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist, verspricht man sich zudem, dass medizinische Innovationen aus den Forschungsbereichen der Uniklinik ihren Weg auch in die beiden Häuser und somit in die Region finden.

Auch im administrativen Sektor, wie beispielsweise IT, Controlling, Einkauf oder Personalmanagement möchten sich die beiden Häuser enger austauschen. Wachsende Anforderungen im Bereich der IT-Sicherheit und der Digitalisierung sind komplexe Herausforderungen für Krankenhäuser, die sich gemeinsam leichter meistern lassen.

„Allen Beteiligten ist es wichtig, dass diese Kooperationsidee kein Papiertiger bleibt, wir wollen sie gemeinsam mit Leben füllen“, sagt Thorsten Celary, Geschäftsführer des „Eli“. Obwohl die Mönchengladbacher Klinik mit 559 Betten mehr als dreimal so groß ist wie das Nettetaler Haus, begegne man sich auf jeden Fall auf Augenhöhe, jede Partei werde ihre Stärken einbringen. Schon jetzt gibt es im Bereich der Pflege einen fundierten Austausch zwischen den Häusern. Gemeinsam ist beiden auch der Leitbildgedanke, dass bestmögliche Krankenversorgung nur in Kombination mit zwischenmenschlicher Zuwendung funktioniert. „Unsere Häuser ticken sehr ähnlich, die Chemie zwischen uns stimmt einfach“, sind sich Schneider und Celary einig.

Laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft leben in Deutschland derzeit rund 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Neuere Studien deuten darauf hin, dass sich die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen erhöhen könnte. Auch im Nettetaler Krankenhaus beobachten wir seit einigen Jahren, dass der Anteil der Patienten mit der Nebendiagnose „Demenz“ spürbar steigt.

Eine angemessene Versorgung dieser Patientengruppe muss sich an deren speziellen Bedürfnissen orientieren. Das ist einerseits zeitintensiv, erfordert vor allem aber auch besondere Kenntnisse und Kompetenzen des Pflegepersonals. Im Nettetaler Krankenhaus hat sich eine Gruppe engagierter Pflegekräfte daher zur Aufgabe gemacht, Strukturen und Abläufe zu schaffen, mit denen die Behandlungs- und Versorgungsqualität von demenz­erkrankten Patienten verbessert werden kann. Unter der Federführung von Edelgard Houben und mit dem Rückhalt der Klinikleitung bildeten sie im Juni 2020 die Arbeitsgruppe „Menschen mit Demenz – Wir machen uns auf den Weg“. Bei ihren zweiwöchigen Treffen arbeiten sich die elf Mitglieder gemeinsam immer differenzierter in das Thema ein und entwickeln für das Haus passende Konzepte. „Die Gruppe hat jetzt schon viele neue Impulse für unser Haus gesetzt. Das ist eine beachtliche Gemeinschaftsleistung“, lobt der stellvertretende Pflegedienstleister Stefan Russmann.

Finanziell unterstützt wird die Arbeitsgruppe vom Förderverein des Krankenhauses. So kann Houben, die bereits seit 30 Jahren Erfahrung mit kognitiv eingeschränkten, demenziell erkrankten Patienten hat, derzeit die Weiterbildung zur Demenzexpertin absolvieren. Ihr Wissen hat sie bereits in Arbeitsanweisungen formuliert, die als Grundlage für zukünftig geplante Schulung weiterer Kollegen im Haus dienen werden. Für die Kurzzeitaktivierung der Patienten wurde jüngst ein spezieller rollender Schubladenwagen angeschafft. Im Haus kurz „Demento-Mobil“ genannt. Er ist bestückt mit selbstsingenden Liederbüchern, Bildern, Spielen, Mal- und Bastelutensilien, Gegenständen für die haptische Wahrnehmung, Spieluhren und vielem mehr. Die Kosten von 2.500 Euro übernahm ebenfalls der Förderverein. „Die unterschiedlichen Materialien erleichtern uns den Zugang zu den demenzerkrankten Patienten“, erklärt Houben. Sie seien aber auch geeignet den Patienten Entspannung zu bringen, die interaktiven Fähigkeiten zu trainieren oder Erinnerungen aus der eigenen Biografie zu ermöglichen. Vielfach ließen sich die Materialien auch in Pflegehandlungen integrieren. Wichtig sei, die Patienten nicht zu überfordern. Eine Beschäftigungseinheit sollte je nach individuellem Zustand zwischen zwei und zehn dauern. Schon jetzt mache man gute Erfahrungen mit diesem Ansatz. „Wenn sich das bewährt, werden wir auf jeden Fall noch weitere Demento-Mobile anschaffen“, erklärt Russmann der auch Vorstandsmitglied des Fördervereins ist. Langfristig sollen noch viele weitere Maßnahmen dazu beitragen, das Nettetaler Krankenhaus demenzsensibel zu gestalten.

„Wir hatten das Krankenhaus zu Beginn der Corona-Pandemie mit 70.000 OP-Masken regulär beliefert und wollten jetzt einfach die 100.000 voll machen“, erklärte Betriebsleiter Heinz-Josef-Heinen die Spende. Der Kontakt zum Krankenhaus hatte sich damals daraus ergeben, dass Heinen seit fünf Jahren Patient unseres Gesundheitszentrums NetteVital ist. Das Unternehmen, zu dessen Kerngeschäft eigentlich die Audiometrie und Hörkabinen für medizinische Anwendungen zählen, hatte dann im vergangenen Frühjahr seine etablierte Lieferkette aus China genutzt, um für einige ausgewählte Kunden hochwertige medizinische Masken anbieten zu können. „Zu dieser Zeit waren wir froh über jeden Anbieter, der zuverlässig und schnell geliefert hat“, erinnert sich Norbert Peffer, Betriebsleiter des Krankenhauses. Zudem versuchen wir wann immer möglich, mit ortsnahen Lieferanten zusammenzuarbeiten. Mittlerweile hat sich der Markt für Schutzausrüstung glücklicherweise wieder entspannt. Für die großzügige Spende sind wir angesichts des aktuell enormen Maskenverbrauchs dennoch sehr dankbar.

Laut einer Studie des F.A.Z.-Instituts gehört das Nettetaler Krankenhaus zu „Deutschlands besten Krankenhäusern 2020“. In der Kategorie 150 bis 300 Betten wurde unser Haus als einziges der Region ausgezeichnet und kletterte mit Platz 42 im Vergleich zum Vorjahresranking sogar noch drei Plätze höher. „Dieses Ergebnis bestätigt uns einmal mehr, dass Pflegekräfte, Ärzte und alle anderen Mitarbeiter des Hauses das Leitbild „Einfach gut aufgehoben fühlen“ wirklich leben, dafür sind wir sehr dankbar“, so Geschäftsführer Jörg Schneider.

Die Studie, die bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, stützt sich neben sachlich messbaren Daten aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuser auch auf so genannte emotionale Aspekte. Dazu werden Patientenberichte aus großen Patientenumfragen der Krankenkassen AOK, KKH und BARMER sowie  Patientenmeinungen aus Online-Bewertungsportalen, wie klinikberwertungen.de ausgewertet. Eine Auszeichnung erhalten jeweils die besten 25 Prozent der Kliniken einer Kategorie. Insgesamt wurden dieses Mal 576 Krankenhäuser ausgezeichnet.

Nach dem Umzug der Abteilung in das Erdgeschoss unseres Neubaus steht für Röntgen- und radiologische Untersuchungen nicht nur erheblich mehr Platz zur Verfügung. Insgesamt investierte das Nettetaler Krankenhaus auch 800.000 Euro in komplett neue Technik.

Neben den zwei volldigitalen Röntgen-Arbeitsplätzen wurde zusätzlich auch ein mobiles digitales Röntgengerät angeschafft. „Damit lassen sich jetzt auch problemlos Bettenaufnahmen, zum Beispiel bei Intensivpatienten, machen“, erklärt die leitende Medizinisch-Technische Radiologieassistentin Gertrud Lehnen. Die digitalen Aufnahmen sind unverzüglich auf allen Stationen und Ambulanzen verfügbar und ermöglichten so eine schnelle Diagnostik.

Überdies wurde auch der bisherige 16-Zeilen-Computertomograph ausgetauscht. Da das neue 80-Zeilen-CT nur wenige Sekunden benötigt, um detaillierte Aufnahmen verschiedener Gewebeschichten zu liefern, verkürzt sich die Untersuchungszeit für Patienten gegenüber früher noch einmal. Um auch Patienten mit Klaustrophobie und stärker beleibten Patienten die Untersuchung so angenehm wie möglich zu machen, wurde bei bei der Anschaffung auch auf eine extra große Öffnung Wert gelegt.

„Der Umzug in die neuen Räume und die neue Ausstattung ist für alle Beteiligten ein Gewinn“, fasst Geschäftsführer Jörg Schneider zusammen. Während sich das Röntgenpersonal vor allem über das bessere Handling freue, würden die Ärzte die schnellere Diagnostik bei höchster Bildqualität schätzen. Patienten seien bei allen Untersuchungen einer geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt und profitierten durch mehr Komfort.

Zum neunten Mal durfte sich unser Förderverein  über eine Spende der Sebastian-Apotheke freuen. Deren Kunden können seit mehr als 15 Jahren ihre Treue-Taler in ein buntes Sparschwein zu Gunsten der palliativen Arbeit im Nettetaler Krankenhaus werfen. Dieses Mal schlummerte in seinem Bauch ein Betrag von 3000 Euro, den Barbara Picksak-Christmann nun auf der Palliativstation überreichte. „Seit der ersten Spendenübergabe in 2006 haben unsere Kunden so schon insgesamt 31.000 Euro für die wertvolle Arbeit des Palliativteams gesammelt“, sagt die Apotheken-Inhaberin.

„Tatsächlich sind die Spendengelder eine wichtige Hilfe, damit die ganzheitlich angelegte Versorgung und Begleitung der Palliativpatienten und ihrer Angehörigen bestmöglich gelingen kann“, bestätigt Stationsärztin Christina Reulen. Zahlreiche Projekte und Anschaffungen konnten so in den vergangenen Jahren schon umgesetzt werden. „Wir bieten unseren Patienten zum Beispiel regelmäßig Kunst-, Musik- oder Aromatherapie an. Für viele sind dies besondere Stunden, in denen sie ein wenig Kraft tanken können.“ Ohne Spendengelder und die Unterstützung durch den Förderverein ließen sich diese Angebote jedoch nicht aufrechterhalten, so Reulen. Rund 1000 Euro werden hierfür jeden Monat benötigt. Auch die umfangreichen Fort- und Weiterbildungen der palliativ tätigen Ärzte und Pflegekräfte werden durch Spenden mitfinanziert.

Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Es geht vor allem darum, Schmerzen zu lindern und die Lebenszeit lebenswert zu machen. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse der Patienten, aber auch die der Angehörigen im Vordergrund. Die Palliativstation des Nettetaler Krankenhauses besteht seit 2007. Hier stehen den schwerstkranken Patienten insgesamt sieben Betten in hellen, freundlichen Räumen zur Verfügung. Zum Palliativteam, das bereits 2004 gegründet wurde, gehören neben Ärz­ten und speziell geschulten Pflegekräften auch Physiothera­peuten, eine Seelsorgerin sowie eine Sozialarbeiterin.

Seit dem 21. Januar darf das Krankenhaus nur mit einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) oder FFP-2-Maske betreten werden. Diese Regelung gilt entsprechend auch für Patienten, die eine der im Haus ansässigen Praxen aufsuchen möchten.

Nicht zulässig sind FFP-2-Masken mit Ventil sowie Alltagsmasken. Patienten, die bei der Anmeldung in unserer Zentralen Patientenaufnahme keine eigene Maske mitführen, können eine solche gegen eine kleine Spende für den Förderverein erwerben.