Aktuelles

Wir fahren verantwortungsvoll Betrieb wieder hoch

Keine Covid-19-Infektion aus Belegschaft bekannt/Screening aller Patienten bei Aufnahme

Wir hatten umgehend und frühzeitig auf die bundesweite Empfehlung reagiert, elektive Eingriffe auf das medizinisch Nötigste zu reduzieren. So wurde der Betrieb auf 40 bis 50 Prozent des Normalbetriebs heruntergefahren. Jetzt weiten wir langsam und verantwortungsvoll den Betrieb wieder aus.

In Einklang mit der Empfehlung des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) startete das Haus mit ambulanten Eingriffen. Seit rund zwei Wochen führen die Chirurgen stationäre Operationen durch, bei denen nur mit einer kurzen Liegezeit der Patienten zu rechnen ist, um jetzt schrittweise wieder größere geplante Eingriffe zu ermöglichen.

Jeder Patient, der einen geplanten operativen Eingriff im Nettetaler Haus bekommt und stationär aufgenommen wird, durchläuft ein Screening und wird auf den Coronavirus getestet. „Wir wollen mit dieser Maßnahme unsere Patienten und Mitarbeiter bestmöglich schützen“, sagt Jörg Schneider, Geschäftsführer des Hauses. Gerade die symptomlosen Fälle könne man dadurch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit herausfiltern.

„Immer im Blick haben wir einen ausreichenden Puffer an räumlichen und personellen Kapazitäten für etwaige weitere Covid-19-Patienten“, so Schneider. „Bei der Aufnahme elektiver Patienten berücksichtigen wir daher stets, dass wir jederzeit kurzfristig und adäquat auf eine eventuell wieder ansteigende Zahl von Covid-Fällen reagieren können – unsere Planung folgt dem Prinzip Flexibilität in beide Richtungen zu erhalten.“ Das bedeutet, die Isolationsstation mit Berücksichtigung und Einhaltung aller hygienisch erforderlichen Maßnahmen kann zügig sowohl verkleinert als auch erweitert werden. Die pflegerischen Teams sind dabei entweder dem infektiösen Trakt oder dem nicht-infektiösen Bereich zugeordnet und verfügen über getrennte Besprechungs- und Aufenthaltsräume.

Auch hinsichtlich der intensivmedizinischen Versorgung bleibt das Haus vorbereitet. Wenn erforderlich ist die Eröffnung einer zweiten Intensivstation im hauseigenen ambulanten OP-Zentrum geplant, um die jetzige Intensivstation ausschließlich mit Covid-19 infizierten Patienten belegen zu können. Die medizinische Versorgung beider Stationen wäre gleichermaßen sichergestellt.

Derzeit entspricht die Belegung des Hauses etwa 85 Prozent der Leistungsmöglichkeit.

„Wir sind dankbar für das umfassende Verständnis der Patienten, deren OPs verschoben werden mussten und hoffen, ihnen schnellstmöglich helfen zu können“, so Schneider. In welchem Zeitraum alle verschobenen OP-Termine nachgeholt sein werden, kann der Geschäftsführer angesichts der sich stetig verändernden Lage jedoch nicht genau vorhersagen. Schneider rechnet damit, dass die Aufarbeitung noch bis mindestens Ende des Jahres andauern wird. Ebenso wenig ließen sich derzeit die finanziellen Konsequenzen abschätzen.

Präventive Maßnahmen zeigen Verantwortung

Um das Risiko einer Einschleppung von SARS-CoV2 zu minimieren ergreifen wir weitere vorbeugende Maßnahmen.

Jeder Patient wird bei der Aufnahme einem Screening unterzogen. Hierfür haben Geschäftsführung und Betriebsleitung strenge Kriterien festgelegt, die über die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinausreichen. Begründete Verdachtsfälle werden abgestrichen und wie infizierte Patienten behandelt und isoliert.

Eine weitere unterstützende Maßnahme zur Vermeidung der Ausbreitung des Virus ist die Einführung der Maskenpflicht im ganzen Krankenhaus. Auch, wenn dadurch der 100%ige Schutz nicht gewährleistet werden kann, minimiert es doch den Austausch von Viren via Tröpfcheninfektion auf das bestmögliche Maß.

„Unsere Hygienefachkräfte machen einen hervorragenden Job“, sagt Norbert Peffer, Pflegedienstleiter des Hauses. „Und auch die Mitarbeiter muss ich lobend erwähnen, da sie die hygienischen Anweisungen vorbildlich umsetzen.“ Das ist sicherlich ein Grund, warum sich bislang noch niemand vom Personal nachweislich mit dem Covid-19-Virus infiziert hat.

Trotz der Lockerungen im öffentlichen Leben, bleibt der Kreuzverkehr bei uns zum Schutz aller erstmal auf das Nötigste beschränkt. So bleiben beispielsweise die aktuellen Besuchseinschränkungen zunächst bestehen. „Unser Pflegepersonal ist sich bewusst, welche Belastung dies für die Patienten bedeutet und bemüht sich sehr, die fehlenden Kontakte durch eine besonders intensive persönliche Betreuung aufzufangen“, sagt Peffer. Wir arbeiten zurzeit an einem Konzept, wie wir Besuch zukünftig unter Auflagen wieder ermöglichen können. Sobald sich an der Besucherregelung etwas verändert, informieren wir darüber.

Das NetteBistro ist zudem weiterhin ausschließlich für die Belegschaft geöffnet.

Unabhängig davon, ob Großveranstaltungen im September wieder erlaubt sein werden, sagen wir den geplanten Tag der offenen Tür im September ab. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Patienten sowie der Besucher solch einer Veranstaltung stehen einfach an erster Stelle“, betont Schneider. „Wir als ein entscheidender Baustein des lokalen Gesundheitssystems sehen es als unsere Pflicht an, verantwortungsbewusst und mit gutem Beispiel voran zu gehen und unnötige Risiken zu vermeiden.“ Der Tag der offenen Tür fällt jedoch nicht gänzlich aus, sondern wird je nach allgemeiner Lage gegebenenfalls im Frühjahr 2021 stattfinden. In diesem Zug wird auch der Neubau, der dann bereits in Betrieb genommen ist, seine Beachtung finden.