Innere Medizin - Leistungsspektrum

Gastroenterologie/Endoskopie

(Erkrankungen des Verdauungstraktes)

 
Die Endoskopieabteilung ist mit modernsten Videoendoskopen und digitaler Bildverarbeitung ausgestattet. Neben der routinemäßigen Spiegelung des Magens (Gastroskopie) und des Darms (Koloskopie) werden auch die Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) und der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge (ERCP) in hoher Zahl routiniert durchgeführt. Im Jahr 2010 waren dies insgesamt über 3.700 (3.755) endoskopische Eingriffe.
Die wesentlichen in der Gastroenterologie eingesetzten Untersuchungsmethoden sind die Endoskopie (Spiegelung von Organen) und die Sonografie (Ultraschalluntersuchung).
Als modernstes Untersuchungsverfahren bieten wir eine Weiterentwicklung der Endoskopie und Sonografie an - die Endosonografie. Sie verbindet die beiden bedeutendsten und erfolgreichsten Untersuchungsmethoden der Gastroenterologie miteinander. Die Untersuchung ist auch ambulant, mit einer geringen Belastung für den Patienten, durchführbar. Im Jahr 2009 haben wir eine komplett neue Endosonografie der neuesten Gerätegeneration angeschafft und um die Möglichkeit der endosonografisch gesteuerten Punktion erweitert. Dadurch haben wir die Möglichkeit, sehr schonend für den Patienten, Biopsien (Proben) ohne zu schneiden aus dem Brustkorb (Mediastinum) oder dem Inneren des Bauchraumes zu entnehmen.
Die Ultraschalldiagnostik ist durch den Erwerb eines High-End-Ultraschallprozessors im Jahr 2009 noch einmal erheblich aufgewertet worden. Das Gerät ermöglicht neben der verbesserten konventionellen Diagnostik jetzt auch die Durchführung von sogenannten ,,Kontrastmittelsonografien’’. Gerade die Diagnose von Tumorerkrankungen der Leber wird hierdurch verbessert. Somit können in vielen Fällen aufwändige und belastende Untersuchungen vermieden werden.
Eines der modernsten und zukunftsträchtigsten Verfahren im Bereich der Endoskopie, die Kapselendoskopie, kann seit 2008 sowohl ambulant, wie stationär durchgeführt werden. Hierbei wird eine Videokapsel in der Größe einer Medikamentenkapsel vom Patienten geschluckt, die dann Bilder aus dem Inneren des Magen-Darm-Traktes sendet. Diese werden von einem Rekorder aufgenommen und zu einem Film zusammengesetzt. Damit ist es erstmals möglich, Krankheiten des Dünndarms sichtbar zu machen. Auch im Bereich des Dickdarms kann die Kapselendoskopie eingesetzt werden.
Die meisten endoskopischen Untersuchungen können auch ambulant durchgeführt werden, dies gilt im Besonderen für die Vorsorgekoloskopie.

 

Hämatologie/Onkologie                           

(Erkrankungen des Blut bildenden Systems und bösartige Erkrankungen)
 
In unserer Onkologischen Ambulanz werden Patienten mit Tumorerkrankungen aller Organe und des Blut bildenden Systems behandelt. Das Behandlungsspektrum umfasst die konventionelle Chemotherapie ebenso wie moderne "biologische Therapien" mit Antikörpern und so genannten "target drugs". Weite und anstrengende Fahrten in entfernte Krankenhäuser oder Spezialkliniken können dadurch häufig vermieden werden.
Für die ambulante Chemotherapie stehen spezielle Räumlichkeiten zur Verfügung. Sie sind mit besonderen Liegestühlen und im Bedarfsfall mit Krankenbetten komfortabel ausgestattet, einschließlich Radio und Fernseher. Sie haben als Patient die Möglichkeit - soweit Ihr Gesundheitszustand das erlaubt – ein Frühstück/Mittagessen auf der Station einzunehmen. Das gilt selbstverständlich auch für Begleitpersonen.
 

Kardiologie

(Herz-Kreislauf-Erkrankungen)                 
 
Im Rahmen der Kardiologie wird die gesamte Breite der nichtinvasiven (nichtoperativen) kardiolovaskulären Diagnostik durchgeführt. Aufgrund des hohen Notfallanteils bei diesen Erkrankungen sind bereits die von internistischen Notärzten besetzen Notarztwagen mit 12-Kanal-EKG, Defibrillatoren mit temporäre Schrittmacher und invasiver Blutdruckmessung ausgestattet. Auf der modernen Intensivstation werden invasive und nicht-invasive Beatmung, temporäre Schrittmachertherapie inklusive Überstimulation sowie erweiterte hämodynamische Untersuchungen mittels Rechtsherzkatheter und Pulskonturmethode (Picco-System) durchgeführt. Eine telemetrische Überwachung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen ist auch auf der Normalstation in Planung. Für die weiterführende klinische Diagnostik stehen beispielsweise EKG, Belastungs-EKG, Langzeit EKG, Langzeitblutdruckmessung, Lungenfunktionsprüfung, Ultraschalluntersuchungen des Herzens und Messung der Atemgase unter Belastung zur Verfügung. Wegen der Breite der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist eine enge und über Jahre entwickelte Zusammenarbeit mit überregionalen Spezialabteilungen (z.B. Stroke-Unit bei Schlaganfällen, Neurochirurgie bei Hirnblutungen, Angiologie und Gefäßchirurgie bei Gefäßverschlüssen) sowie für erforderliche invasiv-kardiologische Maßnahmen (Akut-PTCA bei Infarkt) oder Herzoperationen (Bypass- oder Klappen-Operationen) etabliert und ermöglicht zeitnah auch die Versorgung in Spezialfällen.
 

 

Palliativ-Medizin                                       

Zur ärztlichen, pflegerischen und seelsorgerischen Unterstützung von Tumorpatienten und deren Angehörigen hat sich  im Mai 2004 ein Palliativ-Team, bestehend aus Ärzten, Gesundheitspflegerinnen, Physiotherapeuten, Seelsorgerin und Sozialarbeiterin gebildet.
 
Definition der DGP (Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin):
Palliativ leitet sich vom Wort pallium (lateinisch: Mantel) ab und bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie Umhüllen, Ummanteln und Beschützen. Die Behandlung ist auf die Lebensqualität zentriert und berücksichtigt die Bedürfnisse des Patienten und seiner Familie.
 
Die Palliativmedizin widmet sich unheilbar kranken Menschen mit fortgeschrittenem Leiden unabhängig von der Diagnose. Sie trägt dazu bei, dem Schwerkranken ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Sie unterstützt auch die Angehörigen der Schwerstkranken. Dies erfordert eine möglichst ganzheitliche, individuelle Behandlung, Pflege und Begleitung zur Linderung der körperlichen Beschwerden und Unterstützung auf psychischer, spiritueller und sozialer Ebene. Ziel unserer Arbeit ist die strukturierte Betreuung von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen, sowohl als Konsildienst als auch auf der Palliativstation. Regelmäßige Treffen und Fortbildungen sowie Kontakte zu ambulanten Diensten und ehrenamtlich aktiven Hospizgruppen vertiefen die gemeinsame Arbeit.
 
Die Palliativstation befindet sich auf der 3. Etage.
Es stehen 5 Betten zur Verfügung, ein Einbettzimmer, 2 Zweibettzimmer.
Alle Zimmer verfügen über Telefon, Fernseher und einen eigenen Sanitärbereich.
In einer kleinen Teeküche auf der Station können ein Patientenkühlschrank mit Eisfach sowie eine Mikrowelle und ein Esstisch genutzt werden.
Ein Raum der Stille bietet Möglichkeit zum Gespräch, zum Rückzug oder auch zum Abschied von verstorbenen Patienten.
 
Schwerpunkte:
  • Palliativmedizinische Behandlung belastender körperlicher Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Luftnot, Unruhe, Angst, Depression etc.
  • Individuelle und ganzheitliche Palliativpflege
  • Psychosoziale Unterstützung und spirituelle Begleitung
  • Überleitung in die ambulante Weiterbetreuung durch den Hausarzt, palliative ambulante Pflege- und ehrenamtliche Hospizdienste
  • Sterbebegleitung und Betreuung der Angehörigen in der Sterbephase

 

 

Diabetologie                      

(Zuckerkrankheit)
 
Der Diabetes mellitus ist die häufigste chronische Stoffwechselerkrankung mit einer Fülle von Folgeerkrankungen. Die Behandlung erfolgt federführend durch unseren Diabetologen DDG im Team mit zwei Diabetesberaterinnen DDG und zwei Ernährungsberaterinnen. Neben Stoffwechselneueinstellung bei Erstdiagnose erfolgt schwerpunktmäßig die Behandlung von Patienten mit schwer einstellbarem Diabetes. Dies betrifft insbesondere Patienten mit dauerhaft hohem Blutzucker, stark schwankenden Blutzuckerwerten sowie Neigung zu Unterzuckerungen. Es werden Patienten mit sämtlichen Formen der Insulintherapie sowie Patienten mit tablettenpflichtiger Blutzuckerkrankheit behandelt.
Durch die Diabetesberaterinnen und Ernährungsberaterinnen erfolgen Einzelschulungen der Betroffenen und Angehörigen und je nach Bedarf Gruppenschulungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit Folgeerkrankungen und hier insbesondere solche mit diabetischem Fußsyndrom. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär, der Aufbau einer fachübergreifenden Station ist in Vorbereitung. Bei Entlassung aus dem stationären Bereich besteht durch unsere Fußambulanz eine ambulante Weiterbehandlungsmöglichkeit.  
 

Diabetisches Fußsyndrom                   

Das diabetische Fußsyndrom gehört zu den gravierendsten Folgeschäden bei Erkrankungen mit Diabetes Mellitus.
Jeder zehnte Diabetiker ist betroffen. Unsere Fußambulanz ist als ambulante und stationäre Fußbehandlungseinrichtung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anerkannt. Hier betreuen wir im Team interdisziplinär Patienten mit Wunden im Bereich der Füße und Beine. Das Team besteht aus zwei Diabetologen DDG, einem fußchirurgisch erfahrenen Chirurgen,  vier Wundmanagerinnen  DDG sowie zwei Diabetesberaterinnen DDG. Zur Behandlung von begleitenden Durchblutungsstörungen besteht eine enge Kooperation mit einem Gefäßzentrum im Düsseldorf. Weiterhin besteht eine Kooperation mit einer podologischen Praxis in Viersen-Dülken.
Der Schwerpunkt der Arbeit konzentriert sich auf akute Wundbehandlung sowie auf Vorbeugung. Insbesondere zur Vorbeugung aber auch zur Behandlung ist spezielles Schuhwerk erforderlich. Die Verordnung und Anpassung geeigneter Schuhe erfolgt regelmäßig in unserer Ambulanz.