Leistungsspektrum in der Allgemein- und Viszeralchirurgie

Allgemeinchirurgie & Viszeralchirurgie (Chirurgie der Eingeweide)

  •   Chirurgie der Körperoberfläche
  •   Leisten- und Bauchwandbrüche
  •   Infektionen 

 

Minimal-invasive Chirurgie

Die MIC wird in der Presse oft als „Knopflochchirurgie“ bezeichnet. Bei dieser Operationsmethode werden eine Videokamera und spezielle Instrumente eingesetzt, die über kleine Hautschnitte in den Körper eingebracht werden.
Im Krankenhaus Nettetal werden mit dieser Methode Erkrankungen der Gallenblase, des Blinddarms, Leistenbrüche, Erkrankungen des Dickdarms und des Wurmfortsatzes, aber auch Lösung von Verwachsungen, Leber- und Nierenzysten u.ä. operiert.

 

Schilddrüsenchirurgie

Bei Erkrankungen der Schilddrüse, die durch Medikamente nicht mehr ausreichend behandelbar sind, bei Verdrängungserscheinungen von Nachbarorganen, bei Knotenbildungen und bei Verdacht auf bösartige Geschwulstbildung kommt die Schilddrüsenchirurgie zum Einsatz. Dabei wird in der Regel ein Teil oder die ganze Schilddrüse entfernt. Eine seltene Komplikation ist die Funktionsstörung eines Stimmbandnervs. Um das sicher zu vermeiden und die Operation noch sicherer zu machen, führen wir die Schilddrüsenoperationen mit einer intraoperativen Funktionskontrolle der Stimmbandnerven (Neuromonitoring) durch.
 

Proktologische Chirurgie

Hämorrhoiden, Afterfisteln, Einrisse der Afterschleimhaut, Afterjucken, Afterbluten und viele andere Störungen des Enddarms sind oft sehr gut zu behandeln. Vielfach scheuen sich die Patienten aber diese Probleme ihres Intimbereiches einem Arzt zu schildern. Professionelle und verständnisvolle Beratung, schonende Untersuchung und Behandlung finden die Patienten in unserer Proktologischen Sprechstunde.
 

Gefäßchirurgie/Venenchirurgie

Beinvenenerkrankungen, insbesondere das Krampfaderleiden, sind eine weit verbreitete Volkskrankheit. Unsere moderne Berufswelt mit langen Tätigkeiten im Stehen und Sitzen begünstigt diese Entwicklung. Die Diagnostik und Therapie dieser Veränderungen sind das Aufgabengebiet der Phlebologie.
Hierbei wird mit modernen Methoden (Farbultraschall), schmerz- und komplikationsfrei, die Venenuntersuchung durchgeführt und ein Behandlungsplan erstellt. Meist ist die Behandlung ambulant möglich. So können bestehende Veränderungen erfolgreich behandelt und Komplikationen (z.B. offene Beine) vermieden werden.
 

Portimplantation zur Schmerz- und Chemotherapie

Zur Chemotherapie ist es wiederholt erforderlich, hochwirksame Substanzen in die Blutbahn einzubringen. Um einen Zugang zum Venensystem längerfristig sicherzustellen und schmerzhafte Venenentzündungen zu vermeiden, wird unter die Haut ein Reservoir (Port) eingesetzt. Dieses wird in der Regel in örtlicher Betäubung eingelegt und nach Abschluss der Behandlung wieder entfernt.
 

Chirurgische Eingriffe bei chronischen Nierenerkrankungen
(in Kooperation mit der
Dialyse und Nierenpraxis Nettetal)

Patienten mit chronischem Nierenversagen benötigen einen sicheren und funktionsfähigen Zugangsweg zum Venensystem, damit die Blutwäsche sicher und zügig durchgeführt werden kann.
  • Dialyse-Shunt-Operation
    Herstellung einer Verbindung zwischen einer Vene und einer Arterie. Die Vene bläht sich nach einer gewissen Zeit so auf, dass eine Blutwäsche durchgeführt werden kann.
  • Demers-Katheter
    Einsetzen eines Katheters in eine große Körpervene zur Durchführung der Blutwäsche.
  • Bauchfelldialysekatheter
    Minimal-invasives Einsetzen eines Katheters in die Bauchhöhle zur Durchführung der Blutwäsche mit Bauchfelldialyse.
 
 
 

Leistungsspektrum der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

 

Konservative Knochenbruchbehandlung

Die konservative Knochenbruchbehandlung umfasst die Wiedereinrichtung und Ruhigstellung der gebrochenen Extremität mit Schienen- oder Gipsverbänden. So früh wie möglich wird der Schienenverband entfernt. Durch selbständige oder krankengymnastische Bewegungsübungen, ggf. unterstützt durch Tapeverbände oder Hilfsmittel, werden die Verletzungsfolgen so früh wie möglich beseitigt.
 
Häufig durchgeführte konservative Knochenbruchbehandlungen:
 
  •          Knochenbrüche bei Kindern und Jugendlichen
  •          Schlüsselbeinbrüche
  •          Knochenbrüche an Fingern, Zehen, Mittelhand und Mittelfuß
  •          Unverschobene Knochenbrüche

 

Operative Knochenbruchbehandlung

Die operative Knochenbruchbehandlung ist erforderlich, wenn die Verletzung Gelenkstrukturen betrifft, der Knochen verschoben oder mehrfach gebrochen ist oder wenn durch lange Ruhigstellung in einem Schienenverband Folgeschäden entstehen (Muskelschwund, Gelenkeinsteifungen etc.).
Es gibt heute eine Vielzahl von Methoden, Knochenbrüche operativ zu behandeln. Das Verbinden von gebrochenen Knochen nennt man Osteosynthese (griechisch: Zusammenfügen von Knochen) beispielsweise durch Drähte, Schrauben, Platten, Marknägel.
 
  

Behandlung von Arbeitsunfällen

Arbeitsunfälle stellen aufgrund der Verletzungsmuster und des Unfallhergangs besondere Herausforderungen an die chirurgische Therapie. Zur Behandlung von Schwerverletzten werden daher von den Berufsgenossenschaften besondere Anforderungen an Ausstattung und Qualifikation gestellt, die unser Krankenhaus nach dem VAV (Verletzungsartenverfahren) in besonderer Weise erfüllt.
 
 

Gelenkersatz

Knochenbrüche mit Gelenkbeteiligung, bei denen eine Wiederherstellung der Funktion durch eine Osteosynthese (operative Versorgung von Knochenbrüchen) nicht erfolgreich ist, werden heute durch Gelenkersatz behandelt. Diese Operationen werden in der Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie durchgeführt.

 

Bei Verschleißerkranungen aus dem orthopädischen Bereich (Knie, Schulter, Hüfte) werden oftmals künstliche Gelenke erforderlich. Für diese Erkrankungen haben wir mit dem Zentrum für Arthroskopie und Endoprothetik (ZAE)  eine besonders ausgewiesene Abteilung.
 
 

 

Handchirurgie

Die Hand ist ein hochkomplexes Organ mit fein aufeinander abgestimmten Bewegungsabläufen, die eine Vielzahl von Funktionen ermöglicht. Entsprechend wichtig ist eine sachgerechte Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Hand. Dazu gehören neben den Knochenbrüchen die Behandlung von Gelenk-, Sehnen- und Nervenverletzungen und Erkrankungen der Hand, wie Nervenfunktionsstörungen Streck- und Beugesehnenverletzungen, Arthrosen der Handwurzelknochen, Dupuytren’sche Erkrankung, Schnellende Finger u.a.
 

Fußchirurgie

Behandlung von Fußdeformitäten (Hallux valgus, Hammerzehen etc.)

Die Fehlbildungen des Fußes, wie beispielsweise Senk-Spreizfuß und Hammerzehen führen zu Fehlstellungen der Zehen mit Druckstellen, Entzündungen und Schmerzen, die das Laufen erschweren. Die Wiederherstellung der belastungsfähigen Fußanatomie ist ein Schwerpunkt der operativen Behandlung.

Diabetisches Fußsyndrom

In der diabetischen Fußsprechstunde erfolgt die interdisziplinäre Behandlung (chirurgisch-internistisch) des diabetischen Fußsyndroms. Druckgeschwüre und Fehlstellungen der Zehen haben bei Diabetikern einen anderen Stellenwert als bei der übrigen Bevölkerung. Durch eine frühzeitige interdisziplinäre Kooperation und rechtzeitige angemessene Behandlung können Komplikationen vermieden werden.